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Via Atenea
Die Lebensader der Altstadt – Geschäfte, Cafés und Barockfassaden, abends Bühne der Passeggiata.
◆ STADTVIERTEL · AGRIGENT
Das mittelalterliche Girgenti klettert oberhalb des Tempeltals den Hang hinauf: Um die Lebensader Via Atenea verzweigt sich ein arabisch geprägtes Gassenlabyrinth aus Treppen, Kirchen und Innenhöfen. Zwischen normannischer Kathedrale, Mandelgebäck aus dem Monastero di Santo Spirito und abendlicher Passeggiata zeigt sich hier das alltägliche Agrigent – nur wenige Minuten von den Tempeln entfernt.

Als die antike Unterstadt längst Ruine war, zog sich das Leben auf den Hügel zurück – aus Akragas wurde das arabisch-normannische Girgenti. Diese Epoche liest man bis heute im Stadtgrundriss: steile Treppengassen, enge Höfe und Sackgassen, die sich um die Hauptachse Via Atenea legen. Erst 1927 bekam die Stadt ihren klassischen Namen Agrigento zurück, doch die Altstadt blieb, was sie war – ein mittelalterliches Labyrinth mit Blick aufs Tempeltal.
Die Via Atenea ist Flaniermeile, Einkaufsstraße und Abendbühne in einem. Von ihr zweigen die Aufstiege zu den stillen Schätzen des Viertels ab: Santa Maria dei Greci steht über den Fundamenten eines dorischen Tempels, im Monastero di Santo Spirito aus dem 13. Jahrhundert verkaufen die Zisterzienserinnen ihr berühmtes Mandelgebäck, und ganz oben krönt die normannische Kathedrale San Gerlando den Hügel.
Am schönsten ist das Viertel am späten Nachmittag, wenn das Licht die Tuffsteinfassaden wärmt und die Passeggiata beginnt. Dann füllen sich die Bars um die Piazza Sinatra und das Belvedere, von dem der Blick über die Dächer bis zu den Tempeln und zum Meer reicht – der Moment, in dem Girgenti ganz bei sich ist.
01 · Highlights
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Die Lebensader der Altstadt – Geschäfte, Cafés und Barockfassaden, abends Bühne der Passeggiata.
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Zisterzienserinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert – die Schwestern verkaufen ihr legendäres Mandelgebäck.
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Normannische Kathedrale auf dem höchsten Punkt der Altstadt, mit bemalter Holzdecke und weitem Blick.
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Kleine Kirche über den Fundamenten eines dorischen Tempels – Antike und Mittelalter in einem Bau.
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Platanengesäumte Promenade am Rand der Altstadt – der klassische Panoramablick übers Tempeltal zum Meer.
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Unbedingt – sie ist das Gegenstück zum antiken Agrigent: arabisch verwinkelte Gassen, normannische Kathedrale, Klostergebäck und echtes Alltagsleben. Wer nur die Tempel besucht, verpasst die Hälfte der Stadt.
Mit Stadtbus oder Taxi sind es etwa zehn Minuten bis zu den Parkeingängen. Zu Fuß führt der Weg gut 30 bis 40 Minuten bergab – für den Rückweg in der Hitze empfiehlt sich der Bus.
Rund um die Via Atenea und die Piazza Sinatra liegen die besten Adressen – von der kreativen Osteria Expanificio in einer alten Backstube bis zum eleganten Ristorante Kalòs nahe der Piazzetta San Calogero. Abends reservieren.
Im Monastero di Santo Spirito stellen die Zisterzienserinnen seit Jahrhunderten Süßigkeiten aus Mandeln und Pistazien her – darunter das berühmte cuscusu dolce. Verkauft wird direkt am Kloster, einfach klingeln.
07 · In der Nähe
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