Die Cattedrale di San Gerlando krönt den höchsten Punkt des alten Girgenti, des mittelalterlichen Kerns von Agrigent. Gegründet wurde sie im 11. Jahrhundert unter den Normannen, kurz nachdem diese Sizilien den Arabern entrissen hatten, und ist dem ersten normannischen Bischof und Stadtheiligen Gerlandus geweiht. Über die Jahrhunderte wurde der Bau immer wieder umgestaltet und erweitert, sodass sich heute gotische, arabisch-normannische, gotisch-katalanische und barocke Elemente zu einem eigenwilligen Ganzen verbinden. Der Aufstieg zur Kirche führt durch die engen Treppengassen der Altstadt, vorbei an Adelspalästen und kleinen Plätzen. Der freistehende Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert zeigt im unteren Teil noch gotisch-katalanische Formen. Im Inneren beeindruckt die bemalte Holzdecke des Mittelschiffs; in den Seitenkapellen finden sich Fresken, ein normannischer Sarkophag und Reliquien des heiligen Gerlandus. Eine architektonische Besonderheit ist das sogenannte „Portolano“-Phänomen, ein akustischer Effekt, der Geräusche durch das Kirchenschiff trägt. Die Kathedrale stand im Lauf ihrer Geschichte mehrfach unter Druck: Erdrutsche am Hügel und statische Probleme führten immer wieder zu Schließungen und Restaurierungen. Reisende sollten deshalb vor Ort prüfen, welche Teile zugänglich sind, da der Zugang phasenweise eingeschränkt sein kann. Ganz unabhängig vom Inneren lohnt der Weg hinauf schon wegen der Aussicht: Von der Terrasse vor der Kirche überblickt man die ziegelroten Dächer der Altstadt, die sich den Hügel hinunterstaffeln, dahinter die Küstenebene und am Horizont das Meer. Wer Agrigent jenseits der Tempel kennenlernen will, findet hier das historische, geistliche Zentrum der Stadt.
Eine über Jahrhunderte gewachsene Kathedrale auf dem höchsten Punkt der Altstadt, in der sich gotische, normannische und barocke Elemente mischen. Im Inneren fallen die bemalte Holzdecke und der Glockenturm auf; der Zugang kann wegen Restaurierungen eingeschränkt sein. Von der Terrasse vor der Kirche reicht der Blick über die Dächer der Altstadt bis zur Küste.
Die Kathedrale wurde im 11. Jahrhundert unter den Normannen gegründet und dem ersten Bischof Gerlandus geweiht. Spätere Jahrhunderte fügten gotische, katalanische und barocke Elemente hinzu. Erdrutsche am Hügel und statische Probleme machten wiederholt Restaurierungen nötig, weshalb Teile des Baus zeitweise gesperrt waren.
