Das Il Vicoletto duckt sich in den Vicolo del Poncivo, eine der schmalsten Gassen der Altstadt von Stresa, und gehört zu den Adressen, die sich Stammgäste eher zuflüstern als laut empfehlen. Wer das Lokal sucht, läuft leicht daran vorbei – der Eingang ist unscheinbar, der Gastraum dahinter eng, warm und persönlich, mit traditioneller Einrichtung, in der ein Abend gern länger wird als geplant. Die Küche setzt auf eine bewusst kurze Karte, die sich an Saison und Marktlage orientiert. Im Mittelpunkt stehen handgemachte Pasta nach piemontesischer Art, langsam geschmorte Fleischgerichte und Seefisch aus dem Lago Maggiore, der je nach Fang variiert. Statt einer endlosen Auswahl gibt es wenige, dafür sorgfältig zubereitete Gerichte – ein Ansatz, der zur Größe des Hauses passt und dem Service erlaubt, jeden Tisch im Blick zu behalten. Genau diese Intimität ist die Stärke und zugleich die Herausforderung des Vicoletto: Die wenigen Plätze sind schnell vergeben. Gerade in den Sommermonaten, wenn Stresa von Inselausflüglern und Lago-Maggiore-Reisenden bevölkert ist, steht man ohne Reservierung oft vor verschlossener Tür. Wer einen ruhigen, kulinarisch ehrlichen Abend abseits der belebten Uferpromenade sucht, sollte deshalb vorab anrufen. Das Vicoletto ist kein Ort für schnelle Touristenküche, sondern für Gäste, die regionale Klassiker in unaufgeregtem Rahmen schätzen. Die Lage in der Altstadt macht es zudem leicht, den Abend nach dem Essen mit einem Spaziergang über den nahen Lungolago oder zur Piazza Cadorna ausklingen zu lassen.
Piemontesisch-italienische Küche mit kurzer, marktorientierter Karte: handgemachte Pasta, langsam geschmorte Fleischgerichte und Seefisch aus dem Lago Maggiore, der je nach Fang wechselt. Statt großer Auswahl steht sorgfältige Zubereitung weniger Gerichte im Vordergrund.
Eng, warm und persönlich: ein traditionell eingerichteter kleiner Gastraum in einer versteckten Altstadtgasse, in dem der Abend gern länger wird. Durch die wenigen Tische bleibt es intim und ruhig.
