Die Familie Borromeo verwandelte die Isola Bella ab 1632 in ein barockes Gesamtkunstwerk, das bis heute zu den eindrucksvollsten Anlagen am Lago Maggiore zählt. Aus einer kargen Felseninsel entstand über mehrere Generationen ein Palazzo mit prächtigen Sälen, dahinter ein Garten, der sich wie der Bug eines steinernen Schiffes aus dem See erhebt. Der Palazzo Borromeo führt durch eine Folge von Prunkräumen mit Gemäldegalerien, Stuck und kostbaren Möbeln. Eine Besonderheit sind die Grottenräume im Untergeschoss: Sie sind vollständig mit Kieseln, Muscheln und Tuffstein verkleidet und sollten an heißen Sommertagen für angenehme Kühle sorgen. Über dem Wohnbereich entfaltet sich die barocke Repräsentationskunst der Borromeo in voller Pracht. Den krönenden Abschluss bildet der Garten mit seinen zehn übereinanderliegenden Terrassen, die sich pyramidenartig zum sogenannten Teatro Massimo aufschwingen. Zwischen Statuen, Obelisken und Zitrusbäumen stolzieren weiße Pfauen frei umher – ein Bild, das die Isola Bella weltberühmt gemacht hat. Die Symmetrie des italienischen Gartens und der Blick zurück auf den Palazzo gehören zu den klassischen Motiven der Insel. Auch historisch hat die Insel ihren Platz: 1935 trafen sich hier die Regierungschefs Italiens, Großbritanniens und Frankreichs zur Konferenz von Stresa, einem letzten Versuch, der deutschen Aufrüstung diplomatisch zu begegnen. Heute ist die Isola Bella von Ende März bis in den Spätherbst für Besucher geöffnet. Da die Insel ausschließlich per Boot von Stresa oder Carciano erreichbar ist und gerade im Sommer stark besucht wird, ersparen Online-Tickets die Warteschlange am Anleger und am Eingang.
Ein Rundgang durch den barocken Palazzo mit Prunksälen, Gemäldegalerien und den mit Muscheln und Kieseln verkleideten Grottenräumen, gefolgt vom pyramidenförmigen Garten mit zehn Terrassen, Statuen, Zitrusbäumen und frei laufenden weißen Pfauen. Die Insel ist nur per Boot erreichbar und wird in der Hochsaison stark besucht.
Die Borromeo begannen 1632, die karge Felseninsel in ein barockes Gesamtkunstwerk zu verwandeln. Über mehrere Generationen entstanden Palazzo und Garten in ihrer heutigen Form. 1935 trafen sich auf der Insel die Regierungschefs Italiens, Großbritanniens und Frankreichs zur Konferenz von Stresa, einem diplomatischen Versuch gegen die deutsche Aufrüstung. Die Insel ist bis heute im Besitz der Familie Borromeo.
