Am Nordende der Halbinsel von Sirmione schieben sich glatte, helle Felsplatten flach in den Gardasee. Dieser Abschnitt ist als Jamaica Beach bekannt und gilt als der berühmteste Badeplatz des Ortes. Der Name verdankt sich dem Wasser, das über dem hellen Stein in einem fast karibischen Türkis schimmert – eine Farbe, die ungewöhnlich für einen oberitalienischen See wirkt und für viele Bilder von Sirmione verantwortlich ist. Bei niedrigem Wasserstand läuft man weit über die flachen Platten hinaus, das seichte Wasser reicht lange nur bis zu den Knöcheln oder Knien. Das macht den Ort gerade bei ruhigem Wetter reizvoll, verlangt aber Vorsicht: Die Felsplatten sind glatt und teilweise glitschig, weshalb Badeschuhe das Begehen deutlich angenehmer und sicherer machen. Es handelt sich nicht um einen klassischen Sandstrand, sondern um eine Felslandschaft am Wasser. Die Lage ist Teil des Reizes. Im Rücken der Badenden liegen die Ruinen der Grotte di Catullo, der großen römischen Villenanlage an der Spitze der Halbinsel. So verbindet sich das Bad im See unmittelbar mit antikem Gemäuer und Olivenhainen – eine Kombination, die den Platz von einem reinen Badeort abhebt. Im Hochsommer wird es an der Jamaica Beach allerdings eng; der Platz ist begehrt und entsprechend gut besucht. Am schönsten ist es daher früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang, wenn das Licht flach über das Wasser fällt und die Menge dünner wird. Der Zugang ist frei, ein Ticket wird nicht benötigt – man sollte jedoch Sonnenschutz und festes Schuhwerk für die glatten Steine mitbringen.
Das türkise Wasser kommt im flachen Morgen- oder Abendlicht am besten zur Geltung.






























