Abseits des Trubels steht San Pietro in Mavino auf dem höchsten Punkt der Halbinsel von Sirmione, umgeben von Olivenbäumen. Die Kirche geht in ihrem Ursprung auf die Zeit der Langobarden zurück und gilt im Kern als das älteste Gotteshaus des Ortes. Damit ist sie ein Zeugnis der frühen christlichen Geschichte Sirmiones, das sich deutlich von den jüngeren Bauten im Ortskern abhebt. Äußerlich prägt ein romanischer Glockenturm das Bild, der über die Olivenbäume hinausragt und die Kirche schon von Weitem erkennbar macht. Im Inneren sind mittelalterliche Fresken erhalten, die der schlichten Halle ihren eigentlichen Reiz geben. Sie machen die lange Geschichte des Baus unmittelbar sichtbar und laden zu einem ruhigen, aufmerksamen Blick ein – ein Kontrast zu den belebten Gassen weiter unten am Wasser. Der eigentliche Reiz von San Pietro in Mavino liegt jedoch in der Atmosphäre des Ortes. Auf der Anhöhe, zwischen Olivenbäumen und abseits der Besucherströme, herrscht eine stille, fast ländliche Stimmung, wie man sie im dicht bebauten Ortskern von Sirmione nicht findet. Der kurze Anstieg vom Ortskern lohnt daher gleich doppelt: für die Ruhe an der Kirche selbst und als Zwischenstation auf dem Weg zu den Grotte di Catullo an der Spitze der Halbinsel. Der Zugang ist frei, ein Ticket wird nicht benötigt. San Pietro in Mavino eignet sich für alle, die an Geschichte und Kunst interessiert sind, ebenso wie für Besucher, die zwischen den Sehenswürdigkeiten einen ruhigen Moment suchen. Für den Anstieg empfiehlt sich bequemes Schuhwerk; wer ohnehin zur Halbinselspitze läuft, sollte den Abstecher fest einplanen.
Den romanischen Glockenturm zwischen den Olivenbäumen aufnehmen.






























