Wenige Autominuten von der Altstadt von Sirmione entfernt beginnen die Rebzeilen der Lugana. Hier wächst die Turbiana-Traube, aus der einer der profiliertesten Weißweine Norditaliens gekeltert wird: mineralisch, mit einer leicht salzigen Note und – ungewöhnlich für einen Weißwein dieser Gegend – erstaunlich lagerfähig. Der Lugana ist eng mit dem Südufer des Gardasees verbunden und gehört zu den Spezialitäten, die einen Besuch der Region über die Sehenswürdigkeiten hinaus prägen. Weingüter im Gebiet, darunter das traditionsreiche Cà dei Frati in Lugana di Sirmione, öffnen ihre Keller und Verkostungsräume für Besucher. Eine typische Verkostung beginnt mit einer Führung durch Produktion und Fasskeller, bei der die Schritte vom Lesegut bis zum fertigen Wein erklärt werden. Anschließend werden mehrere Lagen verkostet, sodass sich die Unterschiede zwischen den Weinen und Jahrgängen direkt nebeneinander erschmecken lassen. Oft werden dazu regionale Häppchen gereicht, die zeigen, wie gut der Lugana zur lokalen Küche passt. Der Reiz der Verkostung liegt darin, den Wein an seinem Ursprungsort kennenzulernen. Statt eine Flasche im Supermarkt zu greifen, versteht man hier, woher die mineralisch-salzige Note kommt und warum der Lugana zu Fisch und Pasta der Region so gut passt – ein Wissen, das den Rest des Aufenthalts begleitet. Wichtig ist eine Anmeldung im Voraus, da die Güter ihre Besuche planen. Besonders zur Lesezeit im September, wenn die Trauben geerntet werden, ist Vorausbuchen ratsam – dann herrscht auf den Gütern Hochbetrieb. Die Verkostung eignet sich für Weininteressierte ebenso wie für alle, die Sirmione um eine kulinarische Facette ergänzen möchten; wer fährt, sollte ans Maßhalten denken oder die Anreise entsprechend planen.
Wenige Autominuten von der Altstadt beginnen die Rebzeilen der Lugana. Eine typische Verkostung führt zunächst durch Produktion und Fasskeller eines Guts, etwa des traditionsreichen Cà dei Frati in Lugana di Sirmione, wo die Schritte vom Lesegut bis zum fertigen Wein erklärt werden. Anschließend werden mehrere Lagen verkostet, oft begleitet von regionalen Häppchen, sodass sich Unterschiede zwischen Weinen und Jahrgängen direkt erschmecken lassen. So lernt man den mineralisch-salzigen Lugana an seinem Ursprungsort kennen und versteht, warum er zu Fisch und Pasta der Region passt.
