Das Castello Scaligero, auch Rocca Scaligera genannt, bewacht seit dem 13. Jahrhundert den einzigen Landzugang zur Halbinsel von Sirmione. Erbaut von der Veroneser Herrscherfamilie Della Scala – den Scaligern –, ist es eine vollständig von Wasser umschlossene Festung, deren Zugbrücke bis heute den Eintritt in die Altstadt markiert. Wer Sirmione betritt, passiert die Burg fast zwangsläufig; sie ist Tor und Wahrzeichen des Ortes zugleich. Besonders ist die Burg vor allem wegen ihrer Hafenanlage. Sie verfügt über eine seltene, vollständig befestigte Anlage, die einst der Flotte Schutz bot – ein Wasserhafen innerhalb der Mauern, wie er nur an wenigen Orten erhalten ist. Zusammen mit den zinnenbewehrten Mauern, den Wehrgängen und der Zugbrücke ergibt sich ein außergewöhnlich geschlossenes Bild mittelalterlicher Wehrarchitektur, das die Burg über eine bloße Kulisse hinaushebt. Im Inneren führen Wehrgänge und Treppen hinauf zur Aussichtsplattform des Turms. Von dort liegen Altstadt, Halbinsel und die Weite des Gardasees zu Füßen – ein Rundblick, der zu den eindrucksvollsten Burgenpanoramen Italiens zählt. Der Aufstieg über die Treppen verlangt etwas Kondition, belohnt aber mit einer Perspektive, die die schmale Form der Halbinsel und ihre Lage im See erst richtig begreifbar macht. Für den Besuch wird ein Ticket benötigt; ein freier Eintritt ist nicht durchgängig gegeben. Die Burg eignet sich für Geschichtsinteressierte ebenso wie für alle, die den besten Überblick über Sirmione suchen. Wer den Turm besteigen möchte, sollte festes Schuhwerk tragen und einplanen, dass die engen Treppen und Wehrgänge bei großem Andrang voll werden können.
Die Zugbrücke und die wasserumschlossenen Mauern vom Vorplatz aus aufnehmen.






























