1875 eröffnete Antonio Porteri in Borgo Trento, einem Viertel nördlich des Brescianer Zentrums, seine Salumeria – ein Feinkostgeschäft, das bis heute zu den traditionsreichsten seiner Art in der gesamten Lombardei zählt. Über vier Generationen hinweg ist die Theke mit ihren Schinken, Würsten und Käsen geblieben, was sie immer war: das Herzstück des Hauses. 1995 kam im ehemaligen Lager nebenan die Trattoria dazu und verband den Verkauf mit der Küche. Wer hier isst, sitzt buchstäblich zwischen den Regalen und Theken der Salumeria. Aufgetischt werden hausgemachte Pasta, kräftige Schmorgerichte und vor allem die berühmten Wurst- und Käsebretter, deren Zutaten direkt aus der historischen Theke stammen – darunter der würzige Bagòss, ein langgereifter Bergkäse aus dem nahen Valle Sabbia, der zu den großen Käsen der Region gehört. Diese unmittelbare Verbindung von Feinkostladen und Küche macht den besonderen Charakter des Hauses aus. Mittags füllt sich die Trattoria mit Stammgästen aus dem Viertel; man isst zwischen Schinkenregalen wie bei einer Brescianer Familie zu Gast – ungezwungen, herzhaft und ohne Inszenierung. Die Qualität der Produkte steht im Mittelpunkt, nicht eine aufwendige Tellerästhetik. Die Porteri ist die richtige Adresse für alle, die die Feinkost- und Wursttradition Brescias an der Quelle erleben wollen. Sie liegt etwas außerhalb des Zentrums in Borgo Trento; ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das Viertel verbinden. Wegen der Beliebtheit, gerade mittags, ist eine Reservierung empfehlenswert.
Brescianer Feinkost- und Wursttradition an der Quelle: Wurst- und Käsebretter aus der eigenen Salumeria, darunter der würzige Bagòss-Bergkäse, dazu hausgemachte Pasta und kräftige Schmorgerichte. Im Mittelpunkt steht die Qualität der Produkte, nicht eine aufwendige Tellerästhetik.
Ungezwungen und herzhaft: Man isst zwischen den Schinkenregalen und Theken der historischen Salumeria wie bei einer Brescianer Familie zu Gast. Mittags füllt sich das Lokal mit Stammgästen aus dem Viertel Borgo Trento.
