Das Capitolium war der religiöse Mittelpunkt des antiken Brixia. Errichtet unter Kaiser Vespasian im Jahr 73 n. Chr., thronte der korinthische Tempel über dem Forum, dem öffentlichen Zentrum der Römerstadt. Bis heute stehen mehrere seiner kannelierten Säulen aufrecht, dazu Teile der drei Cellae, in denen die kapitolinische Trias – Jupiter, Juno und Minerva – verehrt wurde. Lange Zeit lag der Bau unter Erdrutschen verschüttet und kam erst im 19. Jahrhundert wieder ans Licht. Unmittelbar davor erstreckt sich das alte Forum, der Marktplatz und Versammlungsort Brixias, gleich nebenan liegt das römische Theater. Damit bildet das Capitolium den Kern eines außergewöhnlich gut erhaltenen römischen Stadtquartiers entlang der Via dei Musei, das in Norditalien seinesgleichen sucht. Der eindrucksvollste Schatz im Inneren ist die Vittoria Alata, eine geflügelte Bronze-Siegesgöttin aus dem 1. Jahrhundert. Die lebensgroße Statue wurde 1826 hier entdeckt und nach einer umfassenden Restaurierung 2020 in einer eigens vom Architekturbüro gestalteten Cella neu aufgestellt – seither ist sie das antike Wahrzeichen Brescias und ein Hauptanziehungspunkt der Stadt. Seit 2011 ist das Capitolium gemeinsam mit dem Areal von Santa Giulia Teil des UNESCO-Welterbes „Die Langobarden in Italien – Orte der Macht'. Der Besuch lässt sich ideal mit dem benachbarten römischen Theater und dem Museum Santa Giulia zu einem zusammenhängenden Rundgang durch das antike Brescia verbinden. Für die Innenräume und die Vittoria Alata ist ein Ticket erforderlich; die aktuellen Konditionen sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Ein außergewöhnlich erhaltenes römisches Stadtquartier: der korinthische Tempel mit aufrechten Säulen und drei Cellae, davor das antike Forum, nebenan das römische Theater. Im Inneren wird die geflügelte Bronze-Siegesgöttin Vittoria Alata in einer eigens gestalteten Cella gezeigt. Das Areal lässt sich zu einem zusammenhängenden Rundgang durch das antike Brixia verbinden.
Das Capitolium wurde 73 n. Chr. unter Kaiser Vespasian errichtet und war der Haupttempel des antiken Brixia. Über Jahrhunderte lag der Bau unter Erdrutschen verschüttet und wurde erst im 19. Jahrhundert freigelegt. 1826 kam dabei die Vittoria Alata zutage, die 2020 restauriert neu aufgestellt wurde.
