Hoch über der Altstadt, auf dem Cidneo-Hügel, wacht das Castello di Brescia – eine der größten und besterhaltenen Festungsanlagen Norditaliens. Über Jahrhunderte bauten verschiedene Herrscher an dem Komplex: Im Kern steht der Mastio Visconteo, der mächtige Bergfried aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von venezianischen Bastionen, Zugbrücken, Wehrgängen und Toren, die von der wechselvollen Geschichte der Stadt erzählen. Der Mastio beherbergt heute das Museo delle Armi Luigi Marzoli, eine der bedeutendsten historischen Waffensammlungen Europas. Hunderte Rüstungen, Schwerter und Feuerwaffen vom Mittelalter bis in die Neuzeit dokumentieren auch die Brescianer Waffenschmiedekunst, für die die Stadt jahrhundertelang berühmt war. Im Castello befindet sich außerdem das Museo del Risorgimento, das der italienischen Einigungsbewegung gewidmet ist. Doch das Castello ist mehr als ein Museum. Das weitläufige Gelände mit Gärten, Aussichtsterrassen und schattigen Wegen ist frei zugänglich und ein beliebter Ort der Bresciani für Spaziergänge. Am Südhang wächst der Weinberg Pusterla, einer der ältesten innerstädtischen Weinberge Europas. Von den Terrassen reicht der Blick über die Dächer der Altstadt hinweg bis zu den Voralpen – besonders am frühen Abend gehört diese Aussicht zu den schönsten Momenten eines Brescia-Besuchs. Der Aufstieg lässt sich von der Altstadt zu Fuß bewältigen; wer mag, verbindet ihn mit der nahen Via dei Musei und den römischen Stätten am Fuß des Hügels. Während das Gelände frei zugänglich ist, erheben die Museen im Inneren Eintritt; deren Öffnungszeiten und Konditionen sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Eine weitläufige Festungsanlage auf dem Cidneo-Hügel mit dem Mastio Visconteo aus dem 14. Jahrhundert, venezianischen Bastionen, Zugbrücken und Wehrgängen. Im Inneren das Waffenmuseum Marzoli und das Museo del Risorgimento, draußen Gärten, der Weinberg Pusterla und Aussichtsterrassen. Das Gelände ist frei zugänglich und bei den Bresciani als Spazierort beliebt.
Das Castello wurde über Jahrhunderte von wechselnden Herrschern ausgebaut. Im 14. Jahrhundert entstand der Mastio Visconteo, später kamen unter venezianischer Herrschaft Bastionen und Wehranlagen hinzu. Heute beherbergt die Festung das Waffenmuseum Marzoli und das Museo del Risorgimento.
