Der schönste Weg zum antiken Tusculum beginnt direkt in Frascati. Vorbei an der Villa Tuscolana steigt der Pfad durch Kastanien- und Steineichenwald zum Gipfelrücken des Tuscolo hinauf, wo auf rund 670 Metern Höhe die Reste der antiken Stadt liegen: das kleine römische Theater, Spuren des Forums und Stücke original gepflasterter antiker Straße. Statt mit dem Auto bis kurz unter die Ausgrabungen zu fahren, erlebt man auf diesem Weg den ganzen Aufstieg – durch kühlen Wald, über Wurzeln und Steine, mit dem Ziel als Belohnung am Ende. Die Wanderung ist eine Halbtagestour: Für Hin- und Rückweg sollte man etwa drei Stunden reinen Gehweg rechnen, dazu Zeit für das Ausgrabungsgelände selbst. Der Aufstieg ist stetig, aber für normal kondisionierte Wanderer gut zu schaffen. Oben angekommen, öffnet sich der Lohn der Mühe: Fernblicke über die Castelli Romani, die Albaner Berge und – bei klarer Sicht – bis zur Silhouette Roms mit der Kuppel von St. Peter am Horizont. Der Tuscolo ist nicht irgendein Berg. Hier stand Tusculum, eine Stadt, die sich für älter hielt als Rom und 1191 von den Römern endgültig zerstört wurde. Cato der Ältere wurde hier geboren, Cicero besaß am Hang ein Landgut, und der Adel des kaiserlichen Rom kam zur Sommerfrische in die Hügel. Wer den Weg geht, folgt damit einer Route, die seit der Antike in die Höhe führt – ein Wandererlebnis mit historischer Tiefe. Ein paar praktische Dinge gehören in den Rucksack: festes Schuhwerk für den teils steinigen Pfad und ausreichend Wasser, denn oben gibt es kaum Schatten und keine Einkehr. Eine Kopfbedeckung ist im Sommer ratsam, in den kühleren Monaten eine zusätzliche Schicht. Wer mag, schaut vorher im Museo Tuscolano der Scuderie Aldobrandini vorbei, um die Funde zu sehen, bevor man die Mauerreste oben in echt erkundet.
Eine Halbtageswanderung von Frascati hinauf zum antiken Tusculum. Der Weg führt vorbei an der Villa Tuscolana durch Kastanien- und Steineichenwald stetig bergauf zum Gipfelrücken auf rund 670 Metern. Oben warten die Reste des römischen Theaters, Spuren von Forum und Zisternen sowie ein Stück original gepflasterter antiker Straße. Belohnt wird der Aufstieg mit einem weiten Panorama über die Castelli Romani, die Albaner Berge und bis zur Silhouette Roms. Wer mag, kombiniert die Tour mit einem Besuch des Museo Tuscolano, um die Funde im Kontext zu sehen.
