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Römisches Theater
Das kleine Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. ist das Wahrzeichen der Ausgrabungen – im Sommer gelegentlich Bühne unter freiem Himmel.
◆ STADTVIERTEL · FRASCATI
Über Frascati steigt der Tuscolo auf, der antike Hausberg der Stadt: oben das Ausgrabungsgelände von Tusculum mit Theater, Forum und römischem Pflaster, ringsum Kastanienwald und Wiesen mit Panorama über die Castelli Romani bis nach Rom. Ein Viertel, das eigentlich Landschaft ist – mit der Villa Tuscolana als nobler Adresse am Hang.

Der Legende nach gründete Telegonos, Sohn des Odysseus und der Kirke, das antike Tusculum – die Stadt auf dem Berg verstand sich selbst als älter als Rom. Historisch greifbar wird sie als wohlhabende Latinerstadt, die früh römisch wurde: Cato der Ältere kam hier zur Welt, und die römische Oberschicht baute sich Landgüter an den Hängen – auf seinem tusculanischen Anwesen ließ Cicero die Tusculanae Disputationes spielen.
Im Mittelalter machten die mächtigen Grafen von Tusculum, die zeitweise die Päpste stellten, den Berg zu ihrer Festung – bis Rom 1191 die Rivalin endgültig schleifte. Tusculum wurde nie wieder aufgebaut; die Bewohner zogen den Hang hinab und gründeten das heutige Frascati. Ausgegraben wurde ab dem 19. Jahrhundert, unter anderem auf Betreiben Lucien Bonapartes, der unterhalb in der Villa Tuscolana residierte.
Heute ist der Bergrücken ein archäologisch-kultureller Park: das kleine Theater, in dem im Sommer immer wieder gespielt wird, das gepflasterte Stück antiker Straße, Zisternen und Fundamente – dazwischen Wiesen, Pinien und Kastanien. Wer den Rundweg bis zum höchsten Punkt geht, hat die ganze Geografie der Castelli Romani vor sich, von den Albaner Bergen bis zur fernen Silhouette Roms.
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Das kleine Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. ist das Wahrzeichen der Ausgrabungen – im Sommer gelegentlich Bühne unter freiem Himmel.
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Über das originale Basaltpflaster der antiken Zufahrt geht es zu den Resten von Forum und Zisternen – Archäologie zum Ablaufen.
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Vom höchsten Punkt auf rund 670 Metern reicht der Blick über die Castelli Romani, die Ebene und an klaren Tagen bis zur Kuppel von St. Peter.
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Kastanien, Steineichen und Wiesen machen den Berg zum liebsten Ausflugsziel der Frascataner – Picknickdecke einpacken.
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Entweder zu Fuß ab Frascati – ein Anstieg von gut anderthalb Stunden, vorbei an der Villa Tuscolana und durch Kastanienwald – oder mit dem Auto über die Via del Tuscolo bis zum Parkplatz des archäologischen Parks. Der letzte Abschnitt zum Theater und Gipfel ist in jedem Fall zu Fuß zu gehen.
Das kleine römische Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., ein Stück original gepflasterter antiker Straße, Reste von Forum, Zisternen und Fundamenten. Die Funde der Ausgrabungen zeigt das Museo Tuscolano in den Scuderie Aldobrandini unten in Frascati.
Ja, für das Ausgrabungsgelände wird ein geringer Eintritt erhoben; die Öffnungszeiten wechseln saisonal. Die Wanderwege und Wiesen rund um den Berg sind dagegen frei zugänglich.
Sehr gut: Die Wege sind unschwierig, oben warten Wiesen zum Picknicken und Ruinen zum Erkunden. Mit kleineren Kindern fährt man am besten bis zum Parkplatz hinauf und spart sich den langen Anstieg ab der Stadt.
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