Hoch über dem Piazzale Marconi erhebt sich die Villa Aldobrandini, die berühmteste der Ville Tuscolane rund um Frascati. Ab 1598 entstand sie für Kardinal Pietro Aldobrandini, den Neffen von Papst Clemens VIII., nach Plänen von Giacomo della Porta und wurde unter Carlo Maderno vollendet. Schon vom Stadtzentrum aus bestimmt ihre Silhouette das Bild von Frascati – die Villa thront über der Stadt und markiert deren Aufstieg zum Sommersitz des römischen Kardinalsadels. Ihr berühmtester Teil ist das Teatro delle Acque, das halbrunde Wassertheater im Hang hinter dem Haus. Hier inszenierten die Baumeister des Barock das Wasser aus den Hügeln als Schauspiel: Nischen, Kaskaden und Figuren bilden eine Bühne, über die das Wasser herabstürzt. Davor öffnet sich die große Gartenachse, die den Blick wie einen Pfeil Richtung Rom richtet. Diese Verbindung von Architektur, Wasserkunst und Landschaft machte die Villa zum Vorbild für Gärten in ganz Europa. Wichtig für die Planung: Die Villa gehört bis heute der Familie Aldobrandini und ist kein freies Museum. Der Garten ist nur eingeschränkt zugänglich, das Innere des Hauses in der Regel nicht. Wer das einkalkuliert, wird trotzdem belohnt – denn der Blick vom Belvedere unterhalb des Eingangstors gehört zu den großen Momenten der Castelli Romani: Frascati liegt zu Füßen, dahinter dehnt sich die römische Ebene bis zur fernen Silhouette der Hauptstadt. Wer die Villa wirklich verstehen will, kombiniert den Besuch mit dem Museo Tuscolano in den nahen Scuderie Aldobrandini, wo Modelle der Ville Tuscolane die Anlagen erklären. So fügt sich das, was man von außen und vom Belvedere sieht, zu einem Bild zusammen – und die Villa Aldobrandini wird vom fernen Blickfang zum verständlichen Höhepunkt eines Frascati-Besuchs.
Die berühmteste der Ville Tuscolane, eine barocke Sommerresidenz über Frascati mit dem Teatro delle Acque und einer großen Gartenachse Richtung Rom. Die Villa ist in Privatbesitz der Familie Aldobrandini; Garten und Haus sind nur eingeschränkt bzw. nicht zugänglich. Frei und sehr lohnend ist der Blick vom Belvedere unterhalb des Eingangstors über Stadt und Ebene.
Die Villa wurde ab 1598 für Kardinal Pietro Aldobrandini, Neffe von Papst Clemens VIII., nach Plänen von Giacomo della Porta begonnen und unter Carlo Maderno vollendet. Sie steht im Zentrum der Ville Tuscolane, der Sommersitze des römischen Kardinalsadels in den Castelli Romani, und prägte mit Teatro delle Acque und Gartenachse die barocke Gartenkunst Europas. Bis heute ist sie im Besitz der Familie Aldobrandini.
