Die Scuderie Aldobrandini am Piazzale Marconi waren ursprünglich die Stallungen der benachbarten Villa Aldobrandini, errichtet im frühen 17. Jahrhundert. Der Architekt Massimiliano Fuksas baute den langgestreckten Bau zu einem Kulturzentrum um und schuf damit einen Ort, an dem barocke Bausubstanz und moderne Eingriffe nebeneinanderstehen. Heute ist das Haus das kulturelle Wohnzimmer von Frascati – Museum, Ausstellungsort und Auditorium in einem. Kernstück ist das Museo Tuscolano, das die Geschichte der Region erzählt. Gezeigt werden Funde aus dem antiken Tusculum, der Stadt auf dem Tuscolo oberhalb von Frascati: Skulpturen, Inschriften und Architekturfragmente, die bei den Ausgrabungen geborgen wurden. Hinzu kommen Modelle der Ville Tuscolane, jener Sommerresidenzen des römischen Adels und der Kardinäle, die Frascati seinen Ruf als Villenstadt einbrachten. Das Museum macht so die beiden großen Themen der Stadt greifbar: die Antike auf dem Berg und die Barockvillen am Hang. Wer einen Aufstieg zum Parco Archeologico del Tuscolo plant, sollte hier beginnen. Erst vor den Funden und Modellen ergeben die spärlichen Mauerreste und das kleine Theater oben ihren Sinn – das Museum liefert den Kontext, den die Ausgrabungsstätte selbst nur andeutet. Auch die Wassertheater der Villen lassen sich an den Modellen besser verstehen, bevor man sie draußen in echt sieht. Neben der Dauerausstellung beleben Wechselausstellungen und Veranstaltungen im Auditorium das Haus. Der Eintritt ins Museum ist kostenpflichtig; die genauen Öffnungszeiten und Preise variieren und sollten vor dem Besuch geprüft werden. Die zentrale Lage am Piazzale Marconi macht die Scuderie zu einem natürlichen Ausgangspunkt für den Rundgang durch Frascati.
Den Kontrast zwischen barocker Bausubstanz und Fuksas' moderner Architektur einfangen.





























