Eine gute halbe Autostunde von Vieste landeinwärts liegt mit der Foresta Umbra das grüne Herz des Gargano-Nationalparks. Hier wachsen ausgedehnte, teils uralte Buchenwälder, die seit 2017 als Teil der „Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Der dichte, hochstämmige Wald wirkt nach der sonnigen Küste fast nordisch und bildet einen starken Kontrast zum Strandalltag von Vieste. Markierte Wanderwege führen durch schattige Täler und über das Hochplateau, vorbei an mächtigen alten Bäumen und stillen Lichtungen. Am kleinen Laghetto d'Umbra liegt ein Besucherzentrum mit Naturkundemuseum, das über Flora, Fauna und die Geschichte des Waldes informiert; der See selbst ist ein beschaulicher Ausgangspunkt für kürzere Spaziergänge. Mit etwas Glück und Geduld zeigen sich die scheuen Rehe des Gargano, die hier in größerer Zahl leben. Gerade im Hochsommer ist der kühle Wald eine willkommene Auszeit vom Strand: Während es an der Küste flirrt, bleibt es unter dem Blätterdach angenehm frisch. Feste Schuhe und ausreichend Wasser gehören ins Gepäck, denn die Wege sind teils uneben und Einkehrmöglichkeiten begrenzt. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Auto über die Bergstraßen des Gargano; die kurvige Strecke selbst gehört bereits zum Erlebnis. Aktuelle Öffnungszeiten des Besucherzentrums und befahrbare Wege erfragt man am besten vor Ort oder beim Nationalpark.
Lichtstrahlen, die morgens durch das Blätterdach fallen, einfangen.






























