Der Camposanto Monumentale ist der stillste und kontemplativste Teil des Welterbe-Ensembles der Piazza dei Miracoli. 1277 begonnen, galt der von einem langgestreckten Kreuzgang umschlossene Friedhof jahrhundertelang als einer der schönsten Orte der Christenheit. Der Überlieferung nach brachten Kreuzfahrer Schiffsladungen geweihter Erde vom Kalvarienberg in Jerusalem hierher, sodass die Toten Pisas in heiligem Boden bestattet werden konnten – eine Legende, die dem Ort seine besondere Aura verleiht. Das eigentliche Kunsterlebnis sind die Wandfresken, die den Kreuzgang einst vollständig bedeckten. Berühmtester Zyklus ist der „Triumph des Todes“ aus dem 14. Jahrhundert, eine drastische, eindringliche Darstellung der Vergänglichkeit, die zu den bedeutendsten Werken der italienischen Malerei dieser Epoche zählt. Bei einem Bombentreffer 1944 wurde der Camposanto schwer beschädigt; das schmelzende Bleidach zerstörte viele Fresken. In jahrzehntelanger Restaurierungsarbeit kehren die geretteten Werke Stück für Stück an ihre Plätze zurück, was den Besuch zu einer Begegnung mit einem Ort macht, der seine eigene Wiederauferstehung erlebt. Zwischen römischen Sarkophagen, mittelalterlichen Grabplatten und den langen, lichtdurchfluteten Galerien ist es selbst im Hochsommer still und kühl. Während draußen auf der Wiese die Menschenmengen den Schiefen Turm umringen, herrscht hier eine fast meditative Ruhe – ein bewusster Kontrast, der den Camposanto zum vielleicht unterschätztesten Monument der Piazza macht. Der Besuch ist kostenpflichtig und lässt sich über Kombitickets mit Dom und Baptisterium verbinden. Wer dem Trubel des Domplatzes für einen Moment entkommen und zugleich bedeutende Kunst sehen möchte, sollte den Camposanto fest einplanen.
Einen langgestreckten, lichtdurchfluteten Kreuzgang, der einen rechteckigen Innenhof umschließt. An den Wänden hängen die berühmten Fresken, allen voran der „Triumph des Todes“, die nach dem Bombentreffer von 1944 restauriert nach und nach zurückkehren. Zwischen römischen Sarkophagen und mittelalterlichen Grabplatten herrscht selbst im Hochsommer eine kühle, fast meditative Stille – der kontemplativste Teil des Welterbe-Ensembles.
1277 begonnen, wurde der Camposanto über Generationen zur Begräbnisstätte der Pisaner Oberschicht. Der Überlieferung nach brachten Kreuzfahrer geweihte Erde vom Kalvarienberg in Jerusalem hierher. Über die Jahrhunderte schmückten Fresken den Kreuzgang, darunter der „Triumph des Todes“. Ein Bombentreffer 1944 zerstörte große Teile; seither bringt eine langwierige Restaurierung die geretteten Werke Stück für Stück zurück.
