Lo Schiaccianoci gehört zu den Adressen, an denen man vorbeigehen würde, wenn man sie nicht kennt. Von außen wirkt das Lokal unscheinbar, doch für Fisch ist es in Pisa eine gute Adresse. Das Konzept ist denkbar einfach und gerade deshalb überzeugend: Was morgens an der nahen toskanischen Küste angelandet wird, kommt mittags und abends schnörkellos auf den Tisch.
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Die Küche verzichtet auf überflüssige Inszenierung und stellt die Qualität der Zutaten in den Mittelpunkt. Auf der Karte stehen rohe Vorspeisen aus fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten, Spaghetti mit Arselle – den kleinen Venusmuscheln der ligurisch-toskanischen Küste – sowie gegrillter Tagesfang, dessen Auswahl sich danach richtet, was die Boote gebracht haben. Wer Fisch in seiner ehrlichsten Form schätzt, ist hier richtig.
Der Raum ist klein und die Karte kurz, was beides zum Charakter des Hauses gehört. Es ist kein Ort für ein anonymes Schnellessen, sondern für ein bewusstes Abendessen, bei dem das Produkt im Vordergrund steht. Entsprechend lohnt sich eine Reservierung, besonders am Wochenende, wenn die wenigen Tische schnell belegt sind.
Für Reisende ist Lo Schiaccianoci eine Gelegenheit, das maritime Pisa kennenzulernen – die Stadt liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt, und die Nähe zur Küste prägt ihre Küche stärker, als der Schiefe Turm im Stadtbild vermuten lässt. Wer hier isst, bekommt ein Pisa, das die Einheimischen schätzen.