Der Pozzo Sacro Sa Testa liegt an der Straße von Olbia Richtung Golfo Aranci, eingebettet in ein kleines Tal zwischen Granithügeln. Es handelt sich um einen nuraghischen Brunnentempel aus der Bronzezeit und damit um eines der wichtigsten archäologischen Zeugnisse der Region rund um Olbia. Die Anlage gehört zur Kultur der Nuragher, jener vorgeschichtlichen Zivilisation, die Sardinien über Jahrhunderte prägte und für ihre Steinbauten bekannt ist. Der Tempel ist als heilige Wasserstätte angelegt. Über einen gepflasterten Vorhof gelangt man zu einer präzise gefügten Steintreppe, die hinab zur Brunnenkammer führt. Diese Kammer ist mit einem sogenannten falschen Gewölbe überdeckt, einer Bauweise, bei der die Steine schichtweise nach innen vorkragen. Hier verehrten die Nuragher das Wasser als Heiligtum – die Sorgfalt der Steinarbeit zeigt, welche Bedeutung dem Ort beigemessen wurde. Der Pozzo Sacro Sa Testa ist eine vergleichsweise kleine Anlage, gewinnt aber gerade durch ihre Lage und die eigentümliche Stille im Tal an Atmosphäre. Wer sich für die Vorgeschichte Sardiniens interessiert, findet hier ein gut erhaltenes Beispiel nuraghischer Sakralarchitektur abseits der großen Strandziele. Ein Besuch lässt sich gut mit dem Archäologiemuseum von Olbia verbinden, das Funde aus der Umgebung zeigt und den historischen Kontext liefert. Da der Ort etwas außerhalb liegt, ist ein Fahrzeug zur Anfahrt praktisch. Wer die Stille genießen will, kommt am besten außerhalb der Stoßzeiten.
Erwartet wird eine kompakte archäologische Stätte, die man in überschaubarer Zeit besichtigt. Über den gepflasterten Vorhof führt eine Steintreppe hinab zur Brunnenkammer mit ihrem falschen Gewölbe. Der Reiz liegt in der Präzision der Steinarbeit, dem geschichtlichen Hintergrund und der stillen Lage im Tal zwischen Granithügeln. Beschilderung und Kontext sind begrenzt, weshalb sich der Besuch des Archäologiemuseums zur Ergänzung anbietet.
Der Pozzo Sacro Sa Testa stammt aus der Bronzezeit und gehört zur Kultur der Nuragher, die Sardinien über Jahrhunderte prägten. Brunnentempel dieser Art dienten der Verehrung des Wassers als Heiligtum. Die sorgfältige Steinarbeit – vom gepflasterten Vorhof bis zur Brunnenkammer mit falschem Gewölbe – belegt die religiöse Bedeutung solcher Anlagen. Sa Testa zählt zu den wichtigsten archäologischen Zeugnissen im Raum Olbia.
