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Corso Umberto I
Olbias Flaniermeile vom Hafen zum Rathaus – tagsüber Café- und Einkaufsstraße, abends Bühne der passeggiata mit Tischen bis in die Seitengassen.
◆ STADTVIERTEL · OLBIA
Olbias Herz schlägt am Corso Umberto I: eine Flaniermeile aus Granit, die vom Hafen hinauf zum Rathaus führt, gesäumt von Cafés, Boutiquen und Trattorien. Dazwischen die Majolika-Kuppel von San Paolo, die Piazza Matteotti als abendliches Wohnzimmer und am oberen Stadtrand die romanische Basilika San Simplicio – kompakt, eben und in einer halben Stunde durchquert, aber voller Leben bis spät in die Nacht.

Unter dem Pflaster der Altstadt liegt die antike Olbía – „die Glückliche“, deren Name auf das Griechische zurückgeht und die unter Puniern und Römern zu einem der wichtigsten Häfen Sardiniens wuchs. Bis 1939 hieß die Stadt Terranova Pausania; erst dann bekam sie ihren alten Namen zurück. Wer genau hinsieht, findet die Schichten überall: römische Mauerreste zwischen Wohnhäusern, Granitportale aus dem 19. Jahrhundert und am oberen Rand des Viertels die Basilika San Simplicio, deren strenge romanische Fassade ganz aus dem hellen Granit der Gallura gefügt ist.
Die Lebensader ist der Corso Umberto I: Er beginnt an der Hafenpromenade beim Rathaus und zieht sich als Fußgängerachse durch das ganze Viertel – vorbei an der Piazza Matteotti, an Eisdielen, Enotheken und den Tischen der Restaurants, die sich abends in die Seitengassen ausbreiten. Ein paar Schritte abseits glänzt die bunte Majolika-Kuppel der Kirche San Paolo über Granitmauern, und unten an der Mole zeigt das Archäologiemuseum auf der Hafeninsel Peddone die römischen Schiffswracks aus dem alten Hafenbecken.
Am schönsten ist das Viertel am Abend: Wenn die Tagesgäste Richtung Costa Smeralda abgefahren sind, gehört der Corso wieder den Olbiesi – passeggiata, Aperitivo, dann Muscheln aus dem Golf und ein kalter Vermentino. Wer hier wohnt, braucht kein Auto: Bahnhof, Fährbusse und Hafenpromenade liegen alle in Gehweite.
01 · Highlights
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Olbias Flaniermeile vom Hafen zum Rathaus – tagsüber Café- und Einkaufsstraße, abends Bühne der passeggiata mit Tischen bis in die Seitengassen.
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Romanischer Granitbau am oberen Stadtrand und geistliches Herz der Stadt – Mitte Mai Mittelpunkt des Patronatsfests Sa Festa Manna.
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Granitkirche mitten in der Altstadt, weithin erkennbar an ihrer farbig gekachelten Majolika-Kuppel – Olbias meistfotografiertes Dach.
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Das Museum auf der Hafeninsel Peddone zeigt römische Schiffswracks aus dem antiken Hafen – Seefahrtsgeschichte direkt am Fundort, bei freiem Eintritt.
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Der Platz an der Fußgängerzone ist Olbias Wohnzimmer: Aperitivo am frühen Abend, danach Trattorien mit Muscheln aus dem Golf und Vermentino.
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Angenehm kompakt: Vom Hafenende des Corso Umberto bis zur Basilika San Simplicio läuft man kaum zwanzig Minuten, alles ist eben. Für Kirchen, Museum und einen Caffè reicht ein halber Tag – der Abend gehört dann den Restaurants.
Ja, gerade weil es direkt am Fundort steht: Auf der kleinen Hafeninsel Peddone zeigt es die römischen Schiffswracks, die bei Hafenarbeiten geborgen wurden, dazu Funde von der Bronzezeit bis ins Mittelalter – und der Eintritt ist frei.
Rund um den Corso Umberto und die Piazza Matteotti reihen sich Trattorien und Enotheken. Klassiker sind Muscheln und Vongole aus dem eigenen Golf, frischer Fisch und Vermentino di Gallura. In der Hochsaison abends reservieren – die besten Tische in den Gassen sind schnell vergeben.
Die Fußgängerzone selbst ist autofrei, am Viertelrand gibt es bewirtschaftete Parkplätze, etwa an der Hafenpromenade. Wer in der Altstadt wohnt, lässt den Mietwagen dort stehen und erkundet die Stadt zu Fuß.
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