Wer die Altstadt von Polignano a Mare betritt, geht fast zwangsläufig durch den Arco Marchesale, der auch Porta Grande genannt wird. Jahrhundertelang war dieser Bogen der einzige Zugang durch die Stadtmauern in das befestigte Centro Storico – einst zusätzlich mit einer Zugbrücke gesichert. Damit ist das Tor nicht bloß ein dekoratives Detail, sondern die historische Schwelle zwischen der äußeren Stadt und dem alten Kern auf den Klippen. Im Durchgang des Bogens ist ein altes Kreuzigungsfresko zu erkennen – ein stiller Hinweis auf die lange Geschichte des Ortes, an dem über Jahrhunderte alle, die in die Stadt wollten, vorbeigingen. Der Übergang vom hellen Platz davor in den schattigen Durchgang und wieder hinaus in die Gassen markiert spürbar den Wechsel: Hinter dem Tor beginnt das verwinkelte Gassengewirr aus weißem Stein, das Polignano so unverwechselbar macht. Dieses Gassennetz ist Teil des Erlebnisses. An den Wänden finden sich Gedichtzeilen, Balkone schieben sich über die Klippen, und immer wieder öffnen sich überraschende Blicke aufs Meer. Der Arco Marchesale ist der natürliche Ausgangspunkt für diesen Rundgang – ein Ort, an dem man kurz innehält, das Fresko sucht und dann in die Altstadt eintaucht. Für Besucher ist das Tor frei zugänglich und rund um die Uhr passierbar; es kostet keinen Eintritt und braucht keine Planung. Doch wer einen Moment verweilt und sich die Funktion als einstige, einzige Stadtpforte vergegenwärtigt, sieht die Altstadt mit anderen Augen – als befestigten Ort über dem Meer, dessen Geschichte an dieser Schwelle beginnt.
Ein historisches Stadttor aus Stein, durch das man fast zwangsläufig geht, wenn man die Altstadt betritt. Im schattigen Durchgang ist ein altes Kreuzigungsfresko zu erkennen. Hinter dem Bogen beginnt das weiße Gassengewirr des Centro Storico mit Gedichtzeilen an den Wänden, Balkonen über den Klippen und überraschenden Meerblicken. Frei zugänglich und rund um die Uhr passierbar.
Der Arco Marchesale, auch Porta Grande genannt, war jahrhundertelang der einzige Zugang durch die Stadtmauern in das befestigte Centro Storico von Polignano a Mare und einst mit einer Zugbrücke gesichert. Als historische Schwelle zwischen äußerer Stadt und altem Kern auf den Klippen erinnert das Tor mit dem Kreuzigungsfresko im Durchgang an die wehrhafte Vergangenheit des Ortes.
