Der Pozzo Etrusco, auch Pozzo Sorbello genannt, zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen etruskischer Ingenieurskunst in Perugia. Im 3. Jahrhundert v. Chr. trieben die Etrusker diesen Brunnen über vierzig Meter tief in den Fels, um ihre auf einem Hügel gelegene Stadt zuverlässig mit Wasser zu versorgen. Damit gehört das Bauwerk zu den ältesten und technisch bemerkenswertesten Hinterlassenschaften aus der Zeit, als Perugia eine der zwölf bedeutenden Städte des etruskischen Bundes war. Besonders bemerkenswert ist die Konstruktion des Schachts. Den oberen Abschluss bilden gewaltige Travertinblöcke, die den Brunnen wie ein Gewölbe überspannen und seit über zwei Jahrtausenden tragen. Über eine moderne Treppen- und Stegkonstruktion steigt man heute in die kühle Tiefe hinab und kann die Dimensionen des Schachts und die präzise Steinbearbeitung aus nächster Nähe betrachten. Der Temperaturwechsel und die Stille im Inneren machen den Abstieg zu einem eindringlichen Erlebnis. Der Eingang liegt unscheinbar in einem Palazzo nahe dem Dom San Lorenzo, sodass man das Monument leicht übersieht. Genau dieser Kontrast macht den Reiz aus: Hinter einer schlichten Tür öffnet sich eine unterirdische Welt, die einen direkten Blick auf das Alltagsleben und die Technik der Etrusker erlaubt. Der Besuch ergänzt das Bild der etruskischen Vergangenheit, das auch der Etruskerbogen (Arco Etrusco) und die Stadtmauern Perugias prägen. Der Pozzo Etrusco ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für Archäologie, antike Technik und die frühen Wurzeln Perugias interessieren. Da der Abstieg über Treppen erfolgt und der Brunnen ein kostenpflichtiges Monument mit eigenen Öffnungszeiten ist, lohnt es sich, den Besuch mit einem Rundgang durch die umliegende Altstadt zu verbinden, zu der auch Kathedrale, Fontana Maggiore und Palazzo dei Priori gehören.
Hinter einer schlichten Tür in einem Palazzo nahe dem Dom öffnet sich der Zugang zum etruskischen Brunnen. Über eine moderne Treppen- und Stegkonstruktion steigt man in den über vierzig Meter tiefen Schacht hinab. Im Inneren sind die gewaltigen Travertinblöcke, die den Brunnen überspannen, und die präzise Steinbearbeitung aus nächster Nähe zu sehen. Der Temperaturwechsel und die Stille machen den Abstieg zu einem eindringlichen Erlebnis.
Der Brunnen entstand im 3. Jahrhundert v. Chr., als Perugia eine der zwölf bedeutenden Städte des etruskischen Bundes war. Er versorgte die auf einem Hügel gelegene Stadt mit Wasser und zählt zu den ältesten und technisch bemerkenswertesten Hinterlassenschaften aus dieser Epoche. Die Travertinblöcke am oberen Abschluss tragen den Schacht seit über zwei Jahrtausenden.
