Die Cattedrale di San Rufino ist die Bischofskirche von Assisi und dem Stadtpatron geweiht, dem Märtyrer Rufinus. Ihre dreigeschossige romanische Fassade aus dem 12. Jahrhundert mit drei Rosenfenstern und phantasievollen Tierreliefs gilt als eines der schönsten Beispiele umbrischer Romanik. Wer auf die Piazza San Rufino tritt, steht vor einer Front, die das ganze Spektrum mittelalterlicher Steinmetzkunst zeigt – von den filigranen Rosen bis zu den fabelhaften Tiergestalten am Portal. Im Inneren bewahrt der Dom ein Objekt von großer Bedeutung für die franziskanische Geschichte: das Taufbecken, an dem der Überlieferung nach Franziskus, Klara und sogar Kaiser Friedrich II. getauft wurden. Damit ist San Rufino ein Schlüsselort der Geschichte beider Heiligen – und doch liegt er etwas abseits der großen Pilgerströme, die sich auf die beiden Basiliken konzentrieren. Der Dom ist mehr als eine Durchgangsstation. Seine romanische Architektur, das Taufbecken und die Lage im historischen Domviertel machen ihn zu einem ruhigeren, oft weniger besuchten Höhepunkt Assisis. Von hier aus beginnt zudem der kurze, steile Aufstieg zur Rocca Maggiore, der Festung über der Stadt. Die Cattedrale di San Rufino liegt zentral in der Oberstadt und ist von der Piazza del Comune in wenigen Minuten zu erreichen. Der Eintritt in die Kirche ist frei; für angeschlossene Bereiche wie Krypta oder Museum kann eine Gebühr anfallen. Als lebendiger Gottesdienstort wird angemessene Kleidung erwartet. Wer die franziskanische Geschichte abseits des Trubels vertiefen möchte, findet hier den passenden Ort.
Die romanische Fassade mit den drei Rosenfenstern frontal aufnehmen






























