Die Basilica di Santa Maria degli Angeli zählt zu den größten Kirchen der Christenheit. Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet, um ein winziges Bauwerk zu schützen: die Porziuncola-Kapelle. Diese kleine Steinkapelle steht heute unter der gewaltigen Kuppel im Inneren der Basilika und bildet ihren spirituellen Mittelpunkt. Der Kontrast zwischen der monumentalen Kirche und der schlichten Kapelle in ihrem Zentrum prägt den Besuch. Die Porziuncola gilt als Wiege des Franziskanerordens. Hier sammelte Franziskus seine ersten Gefährten, und von diesem Ort aus nahm die Bewegung ihren Anfang. In unmittelbarer Nähe der Kapelle starb Franziskus im Jahr 1226. Über seiner Sterbezelle wurde die Cappella del Transito errichtet, die an diesen Moment erinnert. Damit verbindet die Basilika gleich mehrere Schlüsselorte der franziskanischen Geschichte unter einem Dach. Zum Ensemble gehört auch das Roseto, der Rosengarten der Basilika. Hier wächst der Überlieferung nach die dornenlose Rose – ein Bestandteil der Legenden um Franziskus, der dem Ort eine eigene Note gibt. Die Verbindung aus monumentaler Architektur, kleiner Ursprungskapelle und Garten macht den Besuch vielschichtig. Im Gegensatz zur Altstadt auf dem Hügel liegt die Basilika verkehrsgünstig in der Ebene, direkt beim Bahnhof von Assisi. Wer mit der Bahn anreist, erreicht sie zu Fuß. Der Eintritt ist frei. Für viele Pilger und Besucher ist Santa Maria degli Angeli der erste oder letzte Halt eines Assisi-Aufenthalts und eine wichtige Ergänzung zu den Kirchen der Oberstadt.
Die Porziuncola unter der großen Kuppel festhalten






























