Zehn Gehminuten nördlich des Fähranlegers endet das Dorf Bellagio an einer schmalen Landspitze, die ihren Namen ganz wörtlich trägt: Punta Spartivento, der „Punkt, der den Wind teilt“. Hier läuft die Halbinsel aus, auf der Bellagio liegt, in einer kleinen Parkanlage mit Kiesufer aus – und vor dem Besucher öffnet sich der See in seiner ganzen Geometrie. Nach links zieht der Arm Richtung Como und Tremezzina, gegenüber liegen Menaggio und die Westküste, nach rechts schneidet der Lecco-Arm zwischen die Felswände der Grigne, und geradeaus weitet sich das Becken nach Norden, wo bei klarer Sicht die Alpen den Horizont schließen. Der Ort kommt mit wenig aus: eine kleine Anlegestelle, ein paar Bänke, ein Restaurant am Rand der Anlage. Genau diese Schlichtheit macht den Reiz aus, denn die Aufmerksamkeit gehört allein dem Panorama. Wer von der Piazza Mazzini am Wasser entlang nach Norden geht, erreicht die Spitze über einen ebenen, gut beschilderten Uferweg, vorbei an Villen und kleinen Bootshäusern. Weil die Punta nach Westen und Norden offen liegt, gehört sie zu den besten Plätzen Bellagios für den Sonnenuntergang: Das Licht fällt dann flach über das Wasser, die Berge der Tremezzina werden zu Silhouetten, und die Fähren ziehen ihre Linien über den orange gefärbten See. Am Morgen wiederum ist es hier oft still und kühl, lange bevor sich die Gassen des Borgo füllen. Der Zugang ist frei und jederzeit möglich; es gibt keine Tore und keine Öffnungszeiten. Festes Schuhwerk ist nicht nötig, der Weg ist eben – nur das Kiesufer selbst kann unter den Füßen nachgeben. In der Hochsaison teilt man die Aussicht mit anderen, doch der Platz ist großzügig genug, dass sich immer ein ruhiger Winkel findet.
An der Nordspitze Bellagios läuft die Halbinsel in eine kleine Parkanlage mit Kiesufer aus. Von hier sieht man gleichzeitig alle drei Arme des Comer Sees: Como-Arm, Lecco-Arm und das nördliche Becken Richtung Alpen. Mehr als ein paar Bänke, eine Anlegestelle und ein Restaurant gibt es nicht – die Aufmerksamkeit gehört dem Panorama. Der Zugang ist frei und jederzeit ohne Eintritt möglich.
Der Name Spartivento – „der den Wind teilt“ – verweist auf die exponierte Lage am Schnittpunkt der drei Seearme, wo die Winde aus den verschiedenen Tälern aufeinandertreffen. Die schmale Landspitze bildet das geografische Ende der Halbinsel, auf der Bellagio liegt, und trennt den Como-Arm vom Lecco-Arm des Sees.
