Westlich der Stadt liegt das Thermalfeld, in dem schon Etrusker und Römer badeten und an dem sich später Päpste wie Nikolaus V. eigens Quartiere errichten ließen – daher der Name Terme dei Papi, die Thermen der Päpste. Das Gebiet gehört zu den traditionsreichsten Thermalorten Mittelitaliens und verbindet eine sehr lange Badegeschichte mit einem heutigen Thermalbad. Herzstück der Anlage ist das große Außenbecken von rund 2.000 Quadratmetern, das vom schwefelhaltigen Wasser der Bullicame-Quelle gespeist wird. Diese Quelle tritt mit etwa 58 Grad aus dem Boden und ist so bekannt, dass sie schon in Dantes Inferno auftaucht – ein Beleg dafür, wie alt der Ruf dieses Wassers ist. Im Becken wird das heiße Quellwasser auf badetaugliche Temperaturen gebracht. Neben dem Monumentalbecken gehören eine natürliche Dampfgrotte und verschiedene Anwendungen zum Angebot. Das mineralreiche Wasser und der aufsteigende Dampf sind die zentralen Elemente des Erlebnisses, das eher der Erholung und Gesundheit dient als dem Freizeitvergnügen eines Erlebnisbads. Besonders reizvoll ist der Besuch im Winter: Wenn die kalte Luft auf das heiße Wasser trifft und der Dampf über dem Becken steht, entsteht die eindrucksvollste Stimmung. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch mit einer Übernachtung im angeschlossenen Hotel verbinden und das Becken in den ruhigen Abendstunden nutzen. Die Altstadt von Viterbo liegt nur wenige Autominuten entfernt.
Im Winter den aufsteigenden Dampf über dem Becken festhalten.






























