Richiastro heißt im viterbesischen Dialekt der Innenhof – und in genau einem solchen, im historischen Palazzo Mazzatosta, deckt dieses Lokal seit 1981 seine Tische. Der Name ist Programm: Hier geht es um die ländliche Esskultur der Tuscia, serviert in einem Rahmen, der die Geschichte des Hauses spürbar macht.
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Die Karte ist ein Manifest der cucina povera, der einfachen, bäuerlichen Küche der Region. Auf den Tisch kommen Suppen aus Kichererbsen und Kastanien oder aus Linsen und Pilzen, Bruschette mit lokalen Saucen sowie Schmorgerichte nach Bauernart, dazu hausgemachte Desserts. Vieles stammt von Erzeugern der Umgebung, der Wein kommt aus der Tuscia. Es ist eine Küche, die nicht mit Luxuszutaten arbeitet, sondern mit dem, was Land und Saison hergeben.
Der Ort wechselt mit den Jahreszeiten sein Gesicht. Im Sommer sitzt man im steinernen Innenhof unter freiem Himmel, im Winter rückt man unter alte Gewölbe – beides unprätentiös und sehr viterbesisch. Gerade dieser Wechsel macht den Reiz aus: Man isst regionale Gerichte an einem Ort, der selbst Teil der Stadtgeschichte ist.
Für Reisende, die die authentische Küche der Tuscia kennenlernen wollen, ist Il Richiastro eine naheliegende Adresse. Statt internationaler Standardgerichte bekommt man hier die bodenständigen Spezialitäten der Region in einem Ambiente, das sich seit Jahrzehnten dieser Linie treu geblieben ist.