Unter Kaiser Hadrian errichtet, überspannt das Pantheon seit fast 1.900 Jahren seinen Kuppelraum und gilt als eines der besterhaltenen Bauwerke der römischen Antike. Bis heute trägt es die größte unbewehrte Betonkuppel der Welt, geöffnet allein durch das neun Meter weite Auge des Oculus in ihrem Scheitel. Durch diese kreisrunde Öffnung fallen Licht und gelegentlich Regen in den Raum, und der wandernde Lichtkegel verändert im Lauf des Tages die Stimmung des Inneren. Die Geometrie des Baus ist von bestechender Klarheit. Der Innenraum ist so proportioniert, dass eine gedachte Kugel exakt hineinpasst: Der Durchmesser der Kuppel entspricht ihrer Höhe über dem Boden. Diese vollkommene Rundung, kombiniert mit den Kassetten der Kuppel und dem Marmorboden, macht den Pantheon-Raum zu einem Schlüsselwerk der Architekturgeschichte, das spätere Kuppelbauten bis in die Renaissance und darüber hinaus beeinflusst hat. Seit dem 7. Jahrhundert dient der Bau als Kirche Santa Maria ad Martyres, was wesentlich zu seiner guten Erhaltung beigetragen hat. Im Inneren befinden sich bedeutende Gräber: Hier ruhen der Maler Raffael sowie die ersten Könige des geeinten Italien. Damit verbindet das Pantheon antike Baukunst, christliche Nutzung und italienische Nationalgeschichte unter einem Dach. Der Eintritt kostet seit 2023 eine kleine Gebühr und ist an ein Zeitfenster gebunden. Am stillsten und eindrücklichsten ist der Raum früh am Morgen, bevor sich die Gruppen einfinden; dann lässt sich die Wirkung des Oculus und der Proportionen am besten erfassen. Vor der Tür liegt die Piazza della Rotonda mit ihrem Brunnen, von der aus Piazza Navona und Trevi-Brunnen zu Fuß erreichbar sind, was das Pantheon zu einem zentralen Punkt für die Erkundung des Centro Storico macht.
Im Inneren erwartet die Besucher ein kreisrunder Kuppelraum von vollkommener Geometrie, dessen einzige Lichtquelle der Oculus im Scheitel ist. Der wandernde Lichtkegel, die kassettierte Kuppel, der Marmorboden und die Grabnischen Raffaels und der italienischen Könige prägen den Rundgang. Der Aufenthalt dauert meist eine halbe Stunde; der Eintritt erfolgt über ein Zeitfenster-Ticket.
Der erste Bau an dieser Stelle geht auf Agrippa in der Zeit des Augustus zurück, wovon die Inschrift am Portikus zeugt. Der heutige Kuppelbau entstand unter Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert. Im 7. Jahrhundert wurde das Pantheon als Kirche Santa Maria ad Martyres geweiht, was seine Erhaltung über die Jahrhunderte sicherte. Später wurde es zur Grablege Raffaels und der ersten Könige Italiens.
