Der Duomo di Parma, geweiht der Santa Maria Assunta, ist das geistliche Herz der Stadt und ein Hauptwerk der lombardisch-emilianischen Romanik. Von außen zeigt sich der Bau in der strengen, klaren Formensprache des Mittelalters; im Inneren aber überrascht ein Kontrast, der den Dom über viele andere romanische Kirchen Norditaliens hinaushebt. Über dem mittelalterlichen Langhaus öffnet sich die Kuppel zu Correggios Himmelfahrt Mariens, entstanden zwischen 1526 und 1530. Das Fresko zeigt einen schwindelerregenden Wirbel aus Wolken, Engeln und Licht, der den Blick scheinbar grenzenlos in die Höhe zieht. Mit dieser kühnen Illusionsmalerei nimmt Correggio Wirkungen der Barockmalerei um Jahrzehnte vorweg – ein Werk, das die Kunstgeschichte nachhaltig beeinflusst hat und bis heute als eines der zentralen Beispiele der Kuppelmalerei gilt. Ein zweiter Höhepunkt findet sich im Querschiff: Benedetto Antelamis Kreuzabnahme-Relief von 1178 zählt zu den Schlüsselwerken der italienischen Skulptur. Die fein gearbeitete Darstellung verbindet erzählerische Klarheit mit großer plastischer Kraft und zeigt das Können desselben Bildhauers, der wenige Jahre später das benachbarte Baptisterium prägte. Der Eintritt in den Dom ist frei, was den Besuch unkompliziert macht. Er bildet zusammen mit dem Campanile und dem Battistero die Piazza Duomo, die zu den stimmungsvollsten Plätzen Norditaliens gehört. Dom, Glockenturm und Baptisterium bilden ein geschlossenes mittelalterliches Ensemble, das sich in einem Rundgang erkunden lässt. Wer Kunst und Geschichte verbinden möchte, findet hier auf engem Raum gleich mehrere Höhepunkte – von der Romanik bis zur frühen Vorwegnahme des Barock.
Besucher betreten ein romanisches Langhaus, über dem sich die Kuppel mit Correggios Fresko der Himmelfahrt Mariens öffnet – einem Wirbel aus Wolken, Engeln und Licht, der den Blick in die Höhe zieht. Im Querschiff findet sich Antelamis Kreuzabnahme-Relief von 1178. Der Eintritt ist frei, sodass sich der Besuch flexibel gestalten lässt. Außen bildet der Dom mit Campanile und Baptisterium das Ensemble der Piazza Duomo.
Der Dom Santa Maria Assunta entstand als Hauptwerk der lombardisch-emilianischen Romanik. 1178 schuf Benedetto Antelami das Kreuzabnahme-Relief. Zwischen 1526 und 1530 malte Correggio das Kuppelfresko der Himmelfahrt Mariens, das mit seiner Illusionsmalerei die spätere Barockmalerei vorwegnahm. So vereint der Dom Zeugnisse mehrerer Jahrhunderte unter einem Dach.
