In der Via Mazzini, mitten in der Altstadt, führt eine Familie seit Generationen die Antica Osteria Agania – und kocht das Arezzo der Großmütter. Hier geht es nicht um Inszenierung, sondern um die handfeste, ehrliche Küche, die in den Haushalten der Region über Jahrzehnte weitergegeben wurde. Die Stuben sind einfach, die Tische rücken eng zusammen, und an den Wochenenden der Fiera Antiquaria bilden sich vor der Tür schon mal Schlangen. Auf der Karte steht, was die toskanische Hausmannskost ausmacht: handgerollte Pici, die dicke, unregelmäßige Nudelspezialität der Gegend, die Ribollita als wieder aufgekochter Gemüse-Brot-Eintopf und geschmortes Kaninchen, das langsam in seiner Sauce gar wird. Das eigentliche Aushängeschild aber sind die grifi all'aretina – in Tomaten und Kräutern geschmorte Kalbsmäuler, ein Gericht der armen Küche, das es in dieser Form fast nur noch hier gibt. Wer mutig ist, bestellt genau das und probiert ein Stück lokaler Esskultur, das anderswo längst verschwunden ist. Die Preise sind fair, die Portionen nährend, der Service unkompliziert und herzlich. Die Agania ist die Adresse für alle, die nicht repräsentativ essen, sondern verstehen wollen, wie Arezzo schmeckt. Wenn man in der Stadt nur einmal essen geht, ist man hier gut aufgehoben. Wegen der Beliebtheit – gerade an Markttagen – lohnt sich eine frühe Ankunft oder eine Reservierung, sonst wartet man in der Schlange auf einen der wenigen Tische.
Die Küche ist traditionelle toskanische Hausmannskost, wie sie über Generationen in den Familien Arezzos gekocht wurde: handgerollte Pici, die Ribollita als Gemüse-Brot-Eintopf und langsam geschmortes Kaninchen. Das Aushängeschild sind die grifi all'aretina, in Tomaten und Kräutern geschmorte Kalbsmäuler, ein Gericht der armen Küche, das andernorts kaum noch zu finden ist. Es geht um Ehrlichkeit und überlieferte Rezepte, nicht um modische Effekte.
Einfache, eng gestellte Stuben, in denen es lebhaft und unkompliziert zugeht. Der Service ist herzlich und ohne Allüren, das Publikum überwiegend einheimisch. An Markttagen ist es voll, und vor der Tür kann sich eine Schlange bilden – ein Zeichen dafür, wie geschätzt die Adresse ist.
