Die schlichte Backsteinbasilika der Franziskaner stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert und wirkt von außen fast bescheiden. Im Chor jedoch verbirgt sie eines der bedeutendsten Werke der italienischen Kunst: Piero della Francescas Freskenzyklus der „Legende des Wahren Kreuzes“, gemalt um die Mitte des 15. Jahrhunderts für die Kaufmannsfamilie Bacci. In mehreren Bildfeldern erzählt Piero die Geschichte des Kreuzholzes – von der Königin von Saba, die das Holz erkennt, über Kaiserin Helena, die das Wahre Kreuz auffindet, bis zu Traum und Schlacht Konstantins. Was diese Fresken so außergewöhnlich macht, ist nicht die Dramatik, sondern das Gegenteil: Piero ordnet die Szenen zu Bildern von fast mathematischer Ruhe, mit klaren Linien, ausgewogener Komposition und einem stillen, gleichmäßigen Licht. Genau diese Verbindung von Geometrie und Menschlichkeit machte ihn zu einer Leitfigur der Frührenaissance. Wer die Cappella Bacci besuchen möchte, sollte vorausplanen: Der Zugang zum Freskenraum ist auf kleine Gruppen mit festem Zeitfenster begrenzt, und ein Ticket lässt sich am besten im Voraus reservieren. Das Kirchenschiff selbst ist frei zugänglich, sodass man auch ohne Reservierung die Atmosphäre der Basilika erleben kann. Für Kunstinteressierte ist der Cappella-Bacci-Besuch aber das Herzstück eines Aufenthalts in Arezzo – die Stadt verdankt Piero della Francesca einen großen Teil ihres Rufs. Nach dem konzentrierten Blick auf die Fresken laden die Lokale rund um die Piazza San Francesco zu einer Pause ein.
Im Chor der schlichten Backsteinbasilika erwartet Besucher Piero della Francescas Freskenzyklus „Legende des Wahren Kreuzes“ in der Cappella Bacci. Der Zugang ist auf kleine Gruppen mit Zeitfenster begrenzt und sollte vorab reserviert werden. Das Kirchenschiff selbst ist frei zugänglich. Die Fresken zählen zu den Schlüsselwerken der Frührenaissance.
Die Franziskaner errichteten die Basilika im 13. und 14. Jahrhundert. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts malte Piero della Francesca im Auftrag der Familie Bacci den Freskenzyklus der „Legende des Wahren Kreuzes“. Das Werk wurde zu einem Maßstab der Frührenaissance und trug wesentlich zum Ruf Arezzos als Kunststadt bei.
