Rund um Arezzo wächst Wein, der außerhalb der Region noch als Geheimtipp gilt. Im Norden und Osten der Stadt liegt die Chianti-Unterzone Colli Aretini, im Süden des Val di Chiana die DOC Cortona, die sich einen Namen vor allem mit Syrah gemacht hat – einer Rebsorte, die in dieser Ecke der Toskana erstaunlich kraftvolle Weine hervorbringt. Genau diese Mischung macht eine Weinprobe ab Arezzo reizvoll: weniger überlaufen als die klassischen Chianti-Routen, dafür mit familiengeführten Gütern, auf denen man oft den Winzern selbst begegnet. Halbtages- und Tagestouren führen hinaus in die Hügel, vorbei an Zypressenreihen und Olivenhainen, zu Weingütern, die meist seit Generationen in Familienhand sind. Auf dem Programm stehen in der Regel eine Kellerbesichtigung, bei der die Arbeit von der Lese bis zum Ausbau im Holz erklärt wird, und eine Verkostung mehrerer Weine. Häufig gehört eine Brotzeit dazu: Olivenöl aus eigener Produktion, Pecorino, Salumi und Brot – einfache, ehrliche Begleiter, die zeigen, wie eng Wein und Küche in der Toskana zusammengehören. Die Tour ist als entspannte Landpartie gedacht, ein bewusster Kontrast zum dichten Kunstprogramm der Stadt mit ihren Fresken und Kirchen. Da die Wege über Land führen, übernimmt in der Regel ein Fahrer das Steuer, sodass alle Teilnehmer die Weine probieren können. Tagestouren verbinden die Weingüter oft mit einem Abstecher in das nahe Cortona, die Hügelstadt über dem Val di Chiana. Wer die Toskana nicht nur sehen, sondern auch schmecken möchte, findet hier einen unaufgeregten, genussvollen Zugang zur Landschaft rund um Arezzo.
Wetterangepasste Kleidung





























