Wenige Schritte von der Basilica San Francesco entfernt führt eine Treppe hinab in den Gewölbekeller eines Palazzo aus dem 14. Jahrhundert. Hier kocht die Buca di San Francesco seit 1929 die klassische Küche der Toskana – und das in einem Raum, der selbst Teil des Erlebnisses ist: alte Fresken an den Wänden, dunkles Holz, blank geputztes Kupfer und das gedämpfte Licht eines historischen Kellers.
Auf den Teller kommt, was die Region seit Generationen ausmacht. Die Ribollita, der wieder aufgekochte Eintopf aus Brot, Bohnen und Schwarzkohl, steht hier ebenso auf der Karte wie hausgemachte Pappardelle und die Scottiglia – der deftige Fleischtopf des Casentino, der mehrere Fleischsorten in einer würzigen Tomatensauce vereint. Wer es kräftig mag, bestellt die Bistecca, das klassische toskanische Steak. Es ist eine Küche ohne modische Kapriolen, die auf gute Zutaten und überlieferte Rezepte setzt.
Die Buca di San Francesco ist seit Jahrzehnten in Familienhand und gehört zu den Adressen, die ein Stück Stadtgeschichte erzählen. Für Besucher liegt sie ideal: Nach dem Besuch der Cappella Bacci mit Piero della Francescas Fresken sind es nur wenige Schritte bis zum Tisch. So lässt sich ein Vormittag voller Kunst mit einem Mittagessen abschließen, das ebenso traditionell ist wie die Fresken nebenan. Der historische Keller ist beliebt, weshalb sich besonders zur Mittagszeit und am Wochenende eine Reservierung empfiehlt.