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Piazza Grande
Arezzos schräger Hauptplatz mit Turmhäusern, Fraternita-Palast und Vasaris Logge – Bühne für Markt und Giostra.
◆ STADTVIERTEL · AREZZO
Das Centro Storico von Arezzo steigt vom Corso Italia hinauf zur Piazza Grande – einem der eigenwilligsten Plätze Italiens, der so steil abfällt, dass die Caféstühle auf Keilen stehen. Dazwischen: mittelalterliche Turmhäuser, Antiquariate, die romanische Pieve di Santa Maria und Piero della Francescas Fresken in San Francesco. Hier spielt sich Arezzos ganzes Leben ab, von der abendlichen Passeggiata bis zum Markttrubel am Monatsersten.

Die Piazza Grande ist das Herzstück des Viertels und verweigert sich jeder Symmetrie: Der trapezförmige Platz senkt sich quer über den Hang, und an seinen Rändern stehen acht Jahrhunderte nebeneinander – die romanische Apsis der Pieve, der gotisch-renaissancehafte Palazzo della Fraternita dei Laici mit seiner astronomischen Uhr, mittelalterliche Turmhäuser und die luftigen Logge, die Giorgio Vasari 1573 entwarf. Am ersten Wochenende des Monats verschwindet das Pflaster unter den Ständen der Fiera Antiquaria.
Die Lebensader darunter ist der Corso Italia, der sich als Fußgängerachse durch die ganze Oberstadt zieht. Hier flaniert Arezzo am Abend, zwischen Boutiquen, Goldschmieden und der Säulenfassade der Pieve di Santa Maria, deren Türmchen-Reihen je nach Licht golden oder grau schimmern. Am Caffè dei Costanti an der Piazza San Francesco, einem der ältesten Cafés der Stadt, drehte Roberto Benigni Szenen für „La vita è bella“ – ein Cappuccino dort gehört zum Pflichtprogramm.
Und dann ist da die Kunst: In der Basilica San Francesco wartet mit Piero della Francescas Kreuzlegende eines der bedeutendsten Freskenensembles Italiens, ein paar Gassen weiter hängen in der Pieve und in den Kirchen der Nachbarschaft Werke von Lorenzetti bis Vasari. Dazwischen verkaufen Antiquare alte Stiche und Silber, als wäre der Monatsmarkt nie ganz abgebaut worden. Wer sich treiben lässt, findet alle paar Meter einen Grund stehenzubleiben.
01 · Highlights
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Arezzos schräger Hauptplatz mit Turmhäusern, Fraternita-Palast und Vasaris Logge – Bühne für Markt und Giostra.
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Romanische Pfarrkirche mit dreistöckiger Säulenfassade über dem Corso und der Apsis zur Piazza Grande.
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Heimat der Cappella Bacci mit Piero della Francescas Freskenzyklus der Kreuzlegende – Zeitfenster-Tickets nötig.
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Die Flaniermeile der Oberstadt: Boutiquen, Goldschmiede, Caféterrassen und abends die ganze Stadt auf den Beinen.
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Historisches Kaffeehaus an der Piazza San Francesco – Drehort von „La vita è bella“ und Logenplatz fürs Viertel.
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Der Platz wurde im Mittelalter quer in den Hang der Oberstadt gebaut – das Gefälle leitet Regenwasser ab und blieb über die Jahrhunderte erhalten. Heute ist die geneigte Fläche das Markenzeichen Arezzos und sorgt bei Markt und Giostra für eine natürliche Tribünenwirkung.
Die große Fiera Antiquaria findet an jedem ersten Wochenende des Monats statt, samstags und sonntags, und erstreckt sich von der Piazza Grande in die umliegenden Gassen. Früh am Samstag ist die Auswahl am größten, sonntags wird gefeilscht.
Roberto Benigni drehte 1997 zahlreiche Szenen in der Altstadt: auf der Piazza Grande, entlang des Corso Italia und vor dem Caffè dei Costanti an der Piazza San Francesco. Viele Schauplätze sehen bis heute fast unverändert aus.
Die Pieve di Santa Maria ist frei zugänglich. Nur die Cappella Bacci in San Francesco mit Piero della Francescas Fresken verlangt Zeitfenster-Tickets mit begrenztem Einlass – am besten einige Tage vorher online reservieren.
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