Im 16. Jahrhundert ließen die Medici hoch über Arezzo eine sternförmige Bastionsfestung errichten, nach Plänen aus dem Umkreis der Baumeisterfamilie Sangallo. Anders als manche Burg diente sie weniger der Abwehr fremder Heere als der Kontrolle der eigenen Stadt: Arezzo war unter florentinische Herrschaft geraten, und die Festung war ein steinernes Zeichen dieser Macht. Ihre kantigen Bastionen und niedrigen, schrägen Mauern entsprechen dem damals modernsten Festungsbau, der auf Kanonenfeuer ausgelegt war. Heute hat die Anlage ihren militärischen Ernst längst abgelegt. Restauriert und zugänglich, ist die Fortezza Medicea vor allem ein Ort der Aussicht und der Ruhe geworden. Von den Wällen reicht der Blick weit: über die Ziegeldächer der Altstadt, hinaus ins Arnotal und auf die bewaldeten Hügel des Casentino im Norden. Es ist der beste Punkt, um die Lage Arezzos zwischen mehreren Tälern zu begreifen. Im Inneren der Festung finden wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt, sodass sich ein Besuch je nach Programm unterschiedlich gestaltet. Wer einfach nur den Blick genießen möchte, ist auf den Wällen richtig. Direkt vor der Festung lädt der Passeggio del Prato, Arezzos grüner Salon mit dem Petrarca-Denkmal und alten Bäumen, zum Verweilen ein. Zusammen bilden Festung und Park das ruhige, luftige Gegenstück zur dichten Altstadt weiter unten – ein guter Ort, um den Trubel der Piazza Grande oder der Fiera Antiquaria hinter sich zu lassen.
Besucher erwartet eine sternförmige Bastionsfestung des 16. Jahrhunderts, deren Wälle einen weiten Blick über die Dächer Arezzos, das Arnotal und die Casentino-Hügel eröffnen. Im Inneren wechseln Ausstellungen und Veranstaltungen. Davor liegt der begrünte Passeggio del Prato. Der Besuch ist ruhig und aussichtsreich, weniger ein klassischer Burgrundgang.
Im 16. Jahrhundert ließen die Medici die Festung nach Plänen aus dem Umkreis der Baumeisterfamilie Sangallo errichten. Sie folgte dem modernen Bastionsschema, das auf Artilleriefeuer ausgelegt war, und sollte das eroberte Arezzo unter florentinischer Kontrolle halten. Nach gründlicher Restaurierung dient die Anlage heute kulturellen Zwecken und als Aussichtspunkt.
