Kein Gebäude erzählt die Geschichte Turins besser als der Palazzo Madama mitten auf der Piazza Castello. In ihm verschmelzen mehr als zweitausend Jahre Stadtgeschichte zu einem einzigen Bau: ein römisches Stadttor an der Basis, darüber eine mittelalterliche Burg und schließlich eine barocke Residenz. Wer das Gebäude umrundet, sieht diese Schichten mit eigenen Augen. Die berühmte Schaufassade mit der monumentalen Treppe entwarf der Barockarchitekt Filippo Juvarra zwischen 1718 und 1721. Sie wurde der mittelalterlichen Burg wie eine prächtige Maske vorgesetzt und gehört zu den eindrucksvollsten Beispielen des piemontesischen Barocks. Auf der Rückseite blieben die mittelalterlichen Türme erhalten, sodass das Gebäude von zwei Seiten völlig unterschiedliche Gesichter zeigt. Im Inneren beherbergt der Palazzo das Museo Civico d'Arte Antica mit Kunst vom Mittelalter bis zum Barock. Zu den Höhepunkten zählt das „Bildnis eines Mannes" von Antonello da Messina, einem der bedeutendsten Maler der italienischen Frührenaissance. Skulpturen, Goldschmiedekunst, Keramik und Gemälde verteilen sich auf mehrere Stockwerke. Vom Turm öffnet sich der Blick über die Piazza Castello und die Dächer der Altstadt. Die zentrale Lage macht den Palazzo Madama zum idealen Ausgangspunkt für einen Rundgang durch das historische Zentrum: Palazzo Reale, Duomo und die großen Museen liegen alle in unmittelbarer Nähe.
Ein Gebäude, das die ganze Geschichte Turins in sich trägt: römisches Stadttor, mittelalterliche Burg mit erhaltenen Türmen auf der Rückseite und eine barocke Schaufassade samt Monumentaltreppe von Filippo Juvarra an der Front. Im Inneren zeigt das Museo Civico d'Arte Antica Kunst vom Mittelalter bis zum Barock, darunter Antonello da Messinas „Bildnis eines Mannes", sowie Skulpturen, Goldschmiedekunst und Keramik über mehrere Stockwerke. Vom Turm öffnet sich der Blick über die Piazza Castello.
Der Bau wuchs über Jahrhunderte: Aus einem römischen Stadttor wurde im Mittelalter eine Burg, die später zur Residenz ausgebaut wurde. Den Namen erhielt der Palast von zwei „Madame Reali", den regierenden Herzoginnen, die hier residierten. Filippo Juvarra fügte 1718–1721 die barocke Schaufassade hinzu.
