Das Wahrzeichen der ganzen Küste steht über der Stadt: Über einer 62-stufigen Freitreppe erhebt sich die Kathedrale Sant'Andrea, der Dom von Amalfi. Ihre golden schimmernde, normannisch-arabisch inspirierte Fassade und der majolikagedeckte Glockenturm prägen das Bild der Stadt wie kein zweites Bauwerk und machen den Aufstieg über die Treppe zum prägenden ersten Eindruck eines jeden Besuchs. Der Rundgang im Inneren des Komplexes führt durch mehrere Epochen. Den Auftakt bildet der Chiostro del Paradiso von 1268, der Kreuzgang des Paradieses mit seinen weißen, ineinander verschränkten Doppelsäulen und Spitzbögen – ein Hauptwerk des arabisch-normannischen Stils und einer der stillsten Orte der Stadt. Von dort gelangt man in die Basilika des Kruzifixes, deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen und die heute Teile des Dommuseums beherbergt. Hinab führt der Weg schließlich in die barocke Krypta, in der seit 1208 die Reliquien des Apostels Andreas ruhen, die einst aus Konstantinopel hierher gebracht wurden – Grund für die besondere Stellung Amalfis als Wallfahrtsort. Der Dom ist damit weit mehr als eine Fotokulisse: Er erzählt die Geschichte Amalfis als Seerepublik, die Handel und Glauben über das Mittelmeer hinweg verband. Der Besuch der Innenräume ist kostenpflichtig und führt über einen festen Rundweg durch Kreuzgang, Basilika, Museum und Krypta. Wer die Treppe ohne Gedränge fotografieren möchte, kommt am besten am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Tagesgäste die Stadt verlassen haben.
Ein Aufstieg über die 62-stufige Freitreppe zur goldglänzenden Fassade, gefolgt von einem Rundweg durch den Kreuzgang Chiostro del Paradiso, die Basilika des Kruzifixes mit Dommuseum und die barocke Krypta mit den Reliquien des Apostels Andreas. Der Besuch verbindet Architektur mehrerer Epochen mit der Geschichte der Seerepublik.
Die Kathedrale ist dem heiligen Andreas geweiht, dessen Reliquien 1208 aus Konstantinopel nach Amalfi gelangten. Der Chiostro del Paradiso entstand 1268 als Begräbnisstätte der Honoratioren, die Basilika des Kruzifixes reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Die Fassade zeigt den arabisch-normannischen Einfluss, der die Architektur der Küste prägte.
