In einer der ältesten Papiermühlen Europas führt das Museo della Carta vor, wie Amalfi seit dem Mittelalter seine berühmte carta bambagina herstellte. Das Museum liegt im Valle dei Mulini, dem Tal der Mühlen, das sich hinter der Altstadt ins Gebirge zieht und einst die wasserreiche Werkstatt der Stadt war. Hier nutzte man die Kraft der Bäche, um Lumpen zu Papier zu verarbeiten – ein Gewerbe, das Amalfi über Jahrhunderte berühmt machte. Bei der Führung wird die Mühle lebendig: Die wassergetriebenen Stampfwerke setzen sich in Bewegung und zerfasern das Ausgangsmaterial, und im Schöpfbecken entsteht vor den Augen der Besucher ein frischer Bogen Papier. Oft dürfen Gäste selbst Hand anlegen und das Schöpfen ausprobieren – ein anschaulicher Einblick in ein Handwerk, das heute nur noch wenige Werkstätten der Stadt pflegen. Die Geschichte der carta bambagina, ihre Bedeutung für Handel und Verwaltung der Seerepublik und die Technik der Herstellung werden dabei verständlich erklärt. Der Besuch ist kompakt und dauert in der Regel rund 30 bis 45 Minuten – eine gute Ergänzung zum Stadtrundgang, besonders an heißen Tagen, da es im Tal und in den Mühlengewölben angenehm kühl ist. Im Museumsladen verkauft man handgeschöpftes Briefpapier mit Wasserzeichen, eines der schönsten und authentischsten Souvenirs der Stadt. Der Eintritt ist kostenpflichtig; Führungen sind der Kern des Besuchs.
Eine Führung durch eine historische Papiermühle, bei der die wassergetriebenen Stampfwerke laufen und ein frischer Bogen Papier im Schöpfbecken entsteht. Besucher erfahren, wie die carta bambagina hergestellt wurde, und dürfen das Schöpfen oft selbst ausprobieren. Im Tal und in den Gewölben ist es angenehm kühl.
Amalfi gehörte seit dem Mittelalter zu den frühen Papierzentren Europas und stellte im Valle dei Mulini mit der Kraft der Bäche die carta bambagina aus Lumpen her. Das Papier war für Handel und Verwaltung der Seerepublik von großer Bedeutung; das Museum bewahrt dieses Handwerk in einer der ältesten erhaltenen Mühlen.
