Hinter unscheinbaren Toren an der Uferstraße von Amalfi öffnen sich die mächtigen Kreuzgewölbe des Arsenale della Repubblica, der einzigen erhaltenen mittelalterlichen Schiffswerft Süditaliens. Wer von der Promenade hereintritt, betritt einen Raum, der wenig vom heutigen Touristenbetrieb der Stadt verrät: kühle Steingewölbe auf Pfeilern, in denen einst die Galeeren entstanden, mit denen Amalfi den Handel in der Levante dominierte. In ihrer Blütezeit als Seerepublik zählte Amalfi zu den führenden Seemächten des Mittelmeers, lange bevor Genua, Pisa oder Venedig diesen Rang einnahmen. Heute erzählt ein Museum im Inneren der Werft von dieser Vergangenheit: von den Tavole Amalfitane, dem ältesten Seerecht des Mittelmeerraums, das hier kodifiziert wurde, und von der Tradition der Bussola, des Kompasses, dessen Verbreitung die Stadt dem Seefahrer Flavio Gioia zuschreibt. Ausgestellt werden zudem historische Dokumente, Modelle und Objekte zur Schifffahrts- und Handelsgeschichte. Der Besuch ist kompakt, aber lohnend für alle, die hinter die Kulisse der schönen Fassaden blicken und die eigentliche Bedeutung Amalfis verstehen wollen – die einer Handelsmacht, deren Erbe in Recht und Navigation bis heute nachwirkt. Die Lage direkt an der Uferstraße macht das Arsenale zu einem leicht einzuschiebenden Programmpunkt zwischen Strand und Piazza. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
Ein Rundgang durch die kühlen Kreuzgewölbe der einstigen Schiffswerft, in denen ein Museum von der Seerepublik Amalfi, ihrem Seerecht und der Kompass-Tradition erzählt. Der Besuch ist kompakt und vermittelt die historische Bedeutung der Stadt als mittelalterliche Handelsmacht.
Amalfi war im Mittelalter eine der führenden Seerepubliken des Mittelmeers. Im Arsenale wurden die Galeeren der Stadt gebaut. Hier wirkten die Tavole Amalfitane als eines der ältesten Seerechte des Mittelmeerraums, und die Stadt verbindet ihren Namen mit der Verbreitung des Kompasses durch den Seefahrer Flavio Gioia.
