Eine der schönsten Wanderungen der Amalfiküste beginnt mitten in der Stadt, direkt an der Piazza Duomo. Von dort führt der Weg durch die oberen Gassen der Altstadt hinauf ins Valle dei Mulini, das Tal der Mühlen, entlang der Ruinen alter Papiermühlen, die einst die berühmte carta bambagina herstellten. Mit jedem Schritt tritt der Trubel der Küste zurück, und die Landschaft wird grüner, feuchter und kühler. Der obere Teil der Route liegt in der Riserva Naturale Valle delle Ferriere, einem Naturreservat, das seine Besonderheit dem feuchten Mikroklima verdankt: Wasserfälle stürzen über moosige Felsen, Bäche queren den Pfad, und in diesem geschützten Tal hat die tertiäre Riesenfarn-Art Woodwardia radicans überlebt – ein lebendes Relikt aus einer Zeit, als das Klima der Region tropischer war. Die dichte Vegetation, das Plätschern des Wassers und das gedämpfte Licht machen den Aufstieg zu einem vollständigen Kontrast zur sonnigen, kahlen Felsenküste weiter unten. Wer mag, geht den klassischen Rundweg über das Bergdorf Pontone mit Abstieg zurück nach Amalfi und nimmt unterwegs Ausblicke über das Tal und die Küste mit. Für die gesamte Runde sollte man rund 3 bis 4 Stunden einplanen; der Weg ist schattig und wasserreich, an einigen Stellen aber steil und uneben. Festes Schuhwerk, Wasser und Trittsicherheit sind nötig. Die Wanderung eignet sich besonders für heiße Tage, an denen die Küste flirrt und das kühle, grüne Tal eine willkommene Abwechslung bietet.
Eine Wanderung von der Piazza Duomo durch das Valle dei Mulini an Papiermühlen-Ruinen vorbei hinauf ins Naturreservat Valle delle Ferriere. Im oberen Tal stürzen Wasserfälle über moosige Felsen, Bäche queren den Pfad, und die seltene Riesenfarn-Art Woodwardia radicans hat in dem feuchten Mikroklima überlebt. Der klassische Rundweg führt über das Bergdorf Pontone zurück nach Amalfi und dauert rund 3 bis 4 Stunden. Schattig, grün und wasserreich ist die Tour ein Kontrast zur sonnigen Küste und besonders an heißen Tagen lohnend.
