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Museo della Carta
Papierschöpfen wie im Mittelalter: Führungen durch die Mühle aus dem 13. Jahrhundert, mit laufendem Stampfwerk und eigenem Schöpfversuch.
◆ STADTVIERTEL · AMALFI
Hinter der Altstadt verengt sich Amalfi zum Mühlental: Entlang des Bachs Canneto reihen sich die Ruinen mittelalterlicher Papiermühlen, Zitronenterrassen hängen an den Hängen, und im Museo della Carta wird Amalfis berühmtes Papier bis heute von Hand geschöpft. Talaufwärts beginnt die Riserva Valle delle Ferriere mit Wasserfällen und Riesenfarnen.

Amalfis Reichtum kam vom Meer – aber sein berühmtestes Handwerk kam aus diesem Tal. Die Amalfitaner lernten die Papierherstellung über ihre Handelskontakte in die arabische Welt und nutzten ab dem Mittelalter die Wasserkraft des Canneto, um Hadern zu Brei zu stampfen und daraus die carta bambagina zu schöpfen: ein dichtes, elfenbeinfarbenes Papier, auf dem Fürstenhöfe und Kurie schrieben. Zur Blütezeit arbeiteten im Tal über ein Dutzend Mühlen.
Heute ist das Valle dei Mulini ein begehbares Industriedenkmal: Die Via delle Cartiere führt an efeuüberwachsenen Mühlenruinen entlang, und im Museo della Carta – untergebracht in einer Papiermühle aus dem 13. Jahrhundert – laufen Stampfwerk und Schöpfbecken bei den Führungen noch. Wer mag, schöpft ein eigenes Blatt; im Laden gibt es Briefpapier und Skizzenbücher aus echter Amalfi-Produktion.
Talaufwärts wird es wild: Die Riserva Naturale Valle delle Ferriere schützt eine schattige Schlucht mit Wasserfällen, Eisenhammer-Ruinen und der seltenen Riesenfarn-Art Woodwardia radicans, einem Relikt aus dem Tertiär. Der Rundweg lässt sich von Amalfi aus gehen oder – klassischer – als Abstieg von Scala und Pontone, immer am Wasser entlang zurück in die Stadt, vorbei an Zitronenterrassen, auf denen im Frühsommer geerntet wird.
01 · Highlights
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Papierschöpfen wie im Mittelalter: Führungen durch die Mühle aus dem 13. Jahrhundert, mit laufendem Stampfwerk und eigenem Schöpfversuch.
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Der Spazierweg talaufwärts, vorbei an Mühlenruinen, Gemüsegärten und Zitronenspalieren – Amalfi ohne Gedränge.
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Wasserfälle, Eisenhammer-Ruinen und tertiäre Riesenfarne in einer schattigen Schlucht – eines der schönsten Wanderziele der Küste.
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Steillagen voller Sfusato Amalfitano – bei Führungen mit Verkostung erfährst du, warum diese Zitrone eine eigene Herkunftsbezeichnung trägt.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Aktiv im Tal
04 · Nach der Wanderung
Noch keine Restaurants hinterlegt.
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja – es ist kein Schaukasten-Museum, sondern eine funktionierende mittelalterliche Mühle: Bei der Führung laufen Stampfwerk und Schöpfbecken, und oft darf man ein eigenes Blatt schöpfen. Der Besuch dauert rund 30–45 Minuten.
Der Weg von Amalfi talaufwärts ist zunächst einfach; im Reservat wird er schmaler, feuchter und steiniger. Mit festen Schuhen und etwas Trittsicherheit gut machbar, einzelne Abschnitte führen über Stufen und Bachquerungen. Für den klassischen Rundweg über Pontone solltest du 3–4 Stunden einplanen.
Mehrere Familienbetriebe an den Terrassen über dem Tal bieten Führungen mit Verkostung an – mit Limoncello, Marmeladen und Blick über die Dächer Amalfis. In der Erntezeit von Frühjahr bis Sommer ist am meisten los.
Der Abschnitt bis zum Papiermuseum ist kinderwagentauglich und kurz; das Papierschöpfen begeistert Kinder erfahrungsgemäß sehr. Die Schluchtwanderung dahinter eignet sich eher für geübte Kinder ab dem Schulalter.
07 · In der Nähe
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