Im Obergeschoss des Palazzo dei Musei bewahrt die Galleria Estense die Sammlung der Herzöge von Este, die einst Ferrara und später Modena regierten. Als die Familie 1598 ihre Hauptstadt nach Modena verlegen musste, brachte sie ihre über Generationen zusammengetragenen Kunstschätze mit. Die heutige Galerie ist das sichtbare Erbe dieses fürstlichen Mäzenatentums und einer der bedeutendsten Museumsbesuche Norditaliens. Zu den Höhepunkten zählt das Porträt von Francesco I. d'Este von Diego Velázquez, das den Herzog in repräsentativer Pose zeigt. Demselben Herzog gilt auch die virtuose Marmorbüste von Gian Lorenzo Bernini, ein Meisterwerk des Barock, das die Lebendigkeit des Steins eindrucksvoll vorführt. Ein Reisealtar von El Greco ergänzt diese Reihe internationaler Spitzenwerke, die belegen, mit welchem Anspruch die Este ihre Sammlung aufbauten. Neben diesen Glanzstücken zeigt die Galerie emilianische Malerei und Skulptur aus fünf Jahrhunderten sowie eine Sammlung historischer Musikinstrumente. Die Räume führen durch die Kunstgeschichte der Region und dokumentieren zugleich den Geschmack einer Dynastie, die Kunst als Ausdruck ihrer Macht und Bildung verstand. So verbindet die Galleria Estense Werke von Weltrang mit dem feinen Gespür für die lokale Tradition. Einer der größten Vorzüge der Sammlung ist ihre Ruhe. Anders als die großen Museen der italienischen Touristenzentren ist die Galleria Estense vergleichsweise wenig überlaufen – vor den Hauptwerken steht man oft fast allein. Das macht den Besuch zu einem konzentrierten Erlebnis, bei dem die Werke ohne Gedränge wirken können. Der Palazzo dei Musei liegt im Zentrum Modenas und lässt sich gut mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden. Da Öffnungszeiten variieren können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch.
Im Obergeschoss des Palazzo dei Musei führen die Säle durch die Kunstsammlung der Este. Höhepunkte sind das Velázquez-Porträt von Francesco I. d'Este, Berninis Marmorbüste desselben Herzogs und ein Reisealtar von El Greco. Dazu kommen emilianische Malerei, Skulptur und historische Musikinstrumente. Anders als in den großen Touristenmuseen ist es hier ruhig, sodass man vor den Hauptwerken oft fast allein steht und die Werke ohne Gedränge auf sich wirken lassen kann.
Die Sammlung geht auf die Herzöge von Este zurück, die über Generationen Kunst zusammentrugen. Nach dem Verlust Ferraras 1598 verlegten sie ihre Hauptstadt nach Modena und brachten ihre Schätze mit. Werke wie das Velázquez-Porträt und Berninis Büste belegen den internationalen Anspruch des fürstlichen Mäzenatentums. Heute bewahrt die Galleria Estense dieses Erbe im Palazzo dei Musei.
