Vor den Toren Modenas haben Massimo Bottura und Lara Gilmore ein Landhaus aus dem 18. Jahrhundert in ein Refugium verwandelt. Casa Maria Luigia ist kein klassisches Hotel, sondern ein Guesthouse, das die Handschrift des Paars hinter der dreifach besternten Osteria Francescana in jedem Detail spürbar macht. Wer hier übernachtet, ist Gast in einem privaten Haus, das mit großer Sorgfalt und persönlichem Geschmack eingerichtet wurde.
Die großzügigen Suiten verbinden den Charakter des historischen Landhauses mit modernem Komfort. Überall begegnet man zeitgenössischer Kunst aus der Privatsammlung von Bottura und Gilmore, dazu kommen Vinyl-Plattenspieler, ausgewählte Bücher und Möbel, die das Haus eher wie ein bewohntes Zuhause als wie eine Unterkunft wirken lassen. Rund um das Gebäude erstrecken sich Gärten, ein Pool und ein Tennisplatz, die den ländlichen Rahmen abrunden.
Das kulinarische Konzept ist das Herz des Hauses. Gegessen wird auf Hausparty-Art an einer gemeinschaftlichen Tafel in der Remise, wo Gäste an langen Tischen zusammenkommen. Serviert werden unter anderem Gerichte aus der Geschichte der Osteria Francescana – eine Gelegenheit, Botturas Küche in entspanntem Rahmen zu erleben, ohne einen der raren Tische im Stadtrestaurant ergattern zu müssen. Auch das Frühstück folgt diesem großzügigen, gemeinschaftlichen Geist.
Casa Maria Luigia richtet sich an Genussreisende, für die das Erlebnis im Vordergrund steht und die Lage etwas außerhalb der Stadt bewusst suchen. Es zählt zu den besonderen Übernachtungsadressen Italiens, und die begrenzte Zimmerzahl macht eine frühzeitige Buchung zur Pflicht. Für die Erkundung Modenas empfiehlt sich ein Auto, da das Haus außerhalb des Zentrums liegt; im Gegenzug bietet es die Ruhe und Weite der emilianischen Landschaft.
