Torre Ghirlandina

Torre Ghirlandina

Der schiefe Glockenturm des Doms von Modena, rund 87 Meter hoch, Wahrzeichen der Stadt und seit 1997 Teil des UNESCO-Welterbes.

Die Torre Ghirlandina ist der Glockenturm des Doms von Modena und das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Mit rund 87 Metern überragt der schlanke Backsteinturm die Dächer der Altstadt und neigt sich dabei merklich zur Seite – eine Folge des weichen Schwemmbodens der Po-Ebene, auf dem ganz Modena gebaut ist. Ihren Namen verdankt die Ghirlandina der filigranen, girlandenartigen Marmorbalustrade an der Spitze, die dem Bau seine unverwechselbare Silhouette gibt. Über Jahrhunderte war der Turm weit mehr als ein Schmuckstück. Er diente als Wach- und Uhrturm und taktete mit seinen Glocken das öffentliche Leben Modenas. Im Inneren bewahrte die Stadt lange Zeit den legendären hölzernen Eimer, die secchia rapita, den Modena einer Sage nach im mittelalterlichen Konflikt mit dem rivalisierenden Bologna erbeutet haben soll – ein Stoff, der bis in die italienische Literatur Eingang fand und bis heute zum Stadtstolz gehört. Architektonisch verbindet die Ghirlandina romanische und gotische Elemente. Der untere Teil entstand im romanischen Bauzusammenhang des benachbarten Doms, die oberen Geschosse und die markante achteckige Spitze kamen später hinzu. Gemeinsam mit dem romanischen Dom und der Piazza Grande bildet der Turm das Ensemble, das die UNESCO 1997 in die Liste des Welterbes aufnahm – als herausragendes Zeugnis romanischer Baukunst in Norditalien. Wer hinaufsteigt, bewältigt die historischen Treppen zu festen Besuchszeiten und in begrenzter Gruppengröße. Oben wartet der weiteste Ausblick der Stadt: über das Ziegelrot der Altstadtdächer, hinunter auf die Piazza Grande und den Dom, bei klarer Luft bis zu den ersten Hügeln des Apennin. Der Aufstieg lässt sich gut mit einem Besuch des direkt benachbarten Doms verbinden und macht die Ghirlandina zum natürlichen Ausgangspunkt für eine Erkundung der Modeneser Altstadt. Vom Turmfuß aus sind sowohl die Piazza Grande als auch der überdachte Markt Mercato Albinelli in wenigen Gehminuten erreichbar.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Turm
Typ

Öffnungszeiten

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Beste Besuchszeit
Wegen der begrenzten Besucherzahl lohnt es sich, früh am Tag zu kommen. Frühling und Herbst bieten mildes Wetter und klare Fernsicht von der Aussichtsebene. Im Sommer ist der Aufstieg über die engen Treppen warm, dafür reicht der Blick bei stabilem Hochdruckwetter besonders weit. An klaren Wintertagen sind die Apennin-Hügel am deutlichsten zu erkennen.
01Foto-Tipp 1

Von der Piazza Grande gelingt das klassische Motiv von Turm und Dom zusammen.

02Foto-Tipp 2

Die Schräglage wird am deutlichsten, wenn man eine senkrechte Hauskante als Bezug ins Bild nimmt.

03Foto-Tipp 3

Vom Aufstieg aus die Altstadtdächer im weichen Morgenlicht festhalten.

04Foto-Tipp 4

Die Marmorbalustrade an der Spitze lohnt eine Detailaufnahme mit Teleobjektiv.

Sehenswürdigkeit

Dom von Modena

Der romanische Dom liegt direkt am Turmfuß und gehört zum selben UNESCO-Ensemble.

Sehenswürdigkeit

Piazza Grande

Der zentrale Platz erstreckt sich unmittelbar vor Dom und Turm.

Sehenswürdigkeit

Mercato Albinelli

Der überdachte Markt ist in wenigen Gehminuten erreichbar und ideal für eine Pause.

Rund 87 Meter hoher Glockenturm des Doms und Wahrzeichen Modenas

Charakteristische Neigung durch den weichen Boden der Po-Ebene

Seit 1997 gemeinsam mit Dom und Piazza Grande UNESCO-Welterbe

Marmorbalustrade in Girlandenform an der Turmspitze

Weiter Rundblick über die Altstadt bis zu den Apennin-Hügeln

Bewahrte einst den legendären Eimer secchia rapita

01Tipp 1

Den Aufstieg mit einem Besuch des direkt benachbarten Doms verbinden.

02Tipp 2

Da der Zugang in begrenzter Besucherzahl erfolgt, früh am Tag kommen.

03Tipp 3

Festes Schuhwerk mitnehmen – die historischen Treppen sind steil und eng.

04Tipp 4

Bei klarem Wetter reicht der Blick von oben bis zum Apennin.

Wie hoch ist die Torre Ghirlandina in Modena?

Die Torre Ghirlandina ist rund 87 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk der Modeneser Altstadt. Als Glockenturm des Doms überragt sie die Dächer der Stadt und ist aus weiten Teilen Modenas sichtbar.

Warum neigt sich die Torre Ghirlandina?

Der Turm neigt sich, weil ganz Modena auf dem weichen Schwemmboden der Po-Ebene steht. Der nachgebende Untergrund führte über die Jahrhunderte zu der heute sichtbaren Schräglage des schlanken Backsteinbaus.

Kann man die Torre Ghirlandina besichtigen und hinaufsteigen?

Ja, der Turm lässt sich zu festen Besuchszeiten und in begrenzter Gruppengröße über die historischen Treppen besteigen. Von oben hat man den weitesten Ausblick der Stadt über Altstadt, Piazza Grande und Dom.

Gehört die Torre Ghirlandina zum UNESCO-Welterbe?

Ja, die Ghirlandina ist seit 1997 gemeinsam mit dem romanischen Dom und der Piazza Grande als Ensemble UNESCO-Welterbe. Die drei Bauwerke gelten als herausragendes Zeugnis romanischer Baukunst in Norditalien.

Woher kommt der Name Ghirlandina?

Der Name leitet sich von der girlandenartigen Marmorbalustrade an der Turmspitze ab. Diese filigrane Verzierung gibt dem schlanken Backsteinturm seine charakteristische Silhouette und prägt das Stadtbild von Modena.

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Erreichbar zu Fuß ab Torre Ghirlandina.

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