Der Palazzo dei Consoli von 1332 ist das Wahrzeichen Gubbios und beherrscht mit seinem Zinnenkranz, der fächerförmigen Freitreppe und dem schlanken Glockenturm die hängende Piazza Grande. Der mächtige gotische Bau aus grauem Stein gilt als einer der eindrucksvollsten Kommunalpaläste Italiens und verkörpert das Selbstbewusstsein der mittelalterlichen Stadtkommune. Sein Entwurf wird dem Baumeister Angelo da Orvieto zugeschrieben. Im Inneren beherbergt der Palast heute das Museo Civico. Sein kostbarster Schatz sind die Eugubinischen Tafeln, die Tavole Eugubine: sieben Bronzetafeln aus dem 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr., die kultische Vorschriften in umbrischer Sprache festhalten. Sie sind die wichtigste und umfangreichste Quelle zur antiken umbrischen Sprache und Religion und machen Gubbio zu einem Schlüsselort der altitalischen Forschung. Der große Saal des Palasts, das Salone, beeindruckt durch seine schiere Höhe und Weite. Im Museum sind außerdem archäologische Funde, Keramik und Münzen ausgestellt, die die lange Geschichte der Stadt von der Antike bis ins Mittelalter erzählen. Vom Loggia-Geländer im oberen Stockwerk öffnet sich ein weiter Blick über die grauen Dächer der Stadt und das Tal. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich. Der Palazzo dei Consoli verbindet Architektur, Geschichte und Ausblick zu einem der zentralen Erlebnisse in Gubbio und ist der natürliche Höhepunkt eines Rundgangs über die Piazza Grande. Wer die antiken Wurzeln der Stadt verstehen will, kommt an den Eugubinischen Tafeln nicht vorbei.
Du betrittst einen mächtigen gotischen Kommunalpalast über eine fächerförmige Freitreppe. Im Museo Civico erwarten dich der eindrucksvolle große Saal, archäologische Funde und vor allem die Eugubinischen Tafeln – sieben Bronzetafeln in umbrischer Sprache. Von der oberen Loggia öffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Stadt und das Tal.
Der Palast wurde ab 1332 als Sitz der Stadtkommune errichtet, in der Blütezeit des mittelalterlichen Gubbio. Sein Entwurf wird dem Baumeister Angelo da Orvieto zugeschrieben. Zusammen mit der hängenden Piazza Grande sollte er die Macht und das Selbstbewusstsein der Kommune sichtbar machen. Heute bewahrt er mit den Eugubinischen Tafeln ein Zeugnis, das bis in die vorrömische Antike der Stadt zurückreicht.
