Highlight
Piazza Grande
Der „hängende Platz“ über der Stadt, getragen von gewaltigen Bögen – mit weitem Blick ins Tal und dem Palazzo dei Consoli als Kulisse.
◆ STADTVIERTEL · GUBBIO
Das Centro Storico ist Gubbio in Reinform: ein Geflecht steiler Treppengassen aus grauem Kalkstein, das sich vom römischen Theater im Tal bis hinauf zum Hang des Monte Ingino zieht. Sein Mittelpunkt ist die Piazza Grande, der kühn auf Bögen ins Leere gebaute „hängende Platz“, beherrscht vom mächtigen Palazzo dei Consoli. Rund um Dom und Palazzo Ducale verdichtet sich hier auf engstem Raum das ganze stolze Mittelalter dieser Bergstadt – und in den Seitengassen riecht es nach Trüffel und frisch gebackener Crescia.

Im 14. Jahrhundert stand Gubbio vor einem Problem: Die mächtige Stadt wollte einen repräsentativen Hauptplatz, doch der steile Hang gab keinen ebenen Grund her. Die Lösung war ein Geniestreich – man baute eine gewaltige Substruktion aus Bögen und legte die Piazza Grande einfach darauf. So entstand ein Platz, der frei über den Dächern zu schweben scheint und von dessen Geländer der Blick weit ins Tal fällt.
An der Bergseite des Platzes ragt der Palazzo dei Consoli von 1332 auf, ein zinnenbekrönter Festungspalast mit fächerförmiger Freitreppe und schlankem Campanile; ihm gegenüber blieb der Palazzo del Podestà unvollendet. Ein paar Gassen höher liegen der Dom und der herzogliche Palazzo Ducale, den die Montefeltro im Renaissancegeist errichten ließen – mit einem stillen Innenhof als Echo ihres berühmten Palasts in Urbino.
Zwischen diesen Monumenten lebt das alltägliche Gubbio: enge Steintreppen, schmiedeeiserne Türklopfer, die berühmte Fontana dei Matti am Largo del Bargello und kleine Trattorien hinter dicken Mauern. Wer früh am Morgen oder in der blauen Stunde durch das Centro Storico geht, hat die Gassen fast für sich – und versteht, warum Gubbio als die mittelalterlichste Stadt Umbriens gilt.
01 · Highlights
Highlight
Der „hängende Platz“ über der Stadt, getragen von gewaltigen Bögen – mit weitem Blick ins Tal und dem Palazzo dei Consoli als Kulisse.
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Zinnenbekrönter Festungspalast von 1332, heute Stadtmuseum mit den uralten Eugubinischen Tafeln und einem Loggia-Panorama.
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Die herzogliche Montefeltro-Residenz mit stillem Innenhof, gleich neben dem schlichten gotischen Dom Gubbios.
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Der „Narrenbrunnen“ am Largo del Bargello, um den man der Legende nach drei Runden dreht, um zum Ehren-Eugubiner zu werden.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Weil sie genau das tut – beinahe. Da der steile Hang keinen ebenen Platz hergab, baute man im 14. Jahrhundert eine gewaltige Substruktion aus Bögen und legte den Platz darauf. So entstand der berühmte „hängende Platz“ über den Dächern der Stadt.
Der Festungspalast von 1332 beherbergt heute das Stadtmuseum mit den Eugubinischen Tafeln (Tavole Eugubine), sieben Bronzetafeln und der wichtigsten Quelle zur umbrischen Sprache. Vom Loggia-Geländer hat man zudem einen schönen Blick über Gubbio.
Das Centro Storico ist steil und durchzogen von Treppen, ein gewisses Auf und Ab gehört dazu. Mit festem Schuhwerk und in Ruhe ist es aber gut zu schaffen – und jede Treppengasse belohnt mit neuen Ausblicken.
07 · In der Nähe
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