Stadt · Italien

Pescara

Ein Stadtstrand von über zehn Kilometern, eine Brücke nur für Räder und Füße und dahinter der Weg hinauf in die Berge der Abruzzen.

4 Stadtviertel
Überblick

Pescara auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis Juni und September bis Oktober sind ideal: angenehme Temperaturen, ruhigere Strände und günstigere Preise. Juli und August bieten heißes Badewetter um 30 °C, sind aber deutlich voller. Im Winter ist Pescara ruhig, eignet sich aber als Basis für Skiausflüge in den Gran Sasso.
Mobilität vor Ort
Pescara ist per Flugzeug und Bahn gut erreichbar und liegt an der wichtigen Adriaküsten-Bahnlinie. Die zentralen Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar; für Ausflüge ins Umland empfiehlt sich ein Mietwagen.
Nahverkehr
Das Busnetz der TUA verbindet die wichtigsten Stadtteile. Für Ausflüge in die Nationalparks ist ein Mietwagen empfehlenswert.
Vom Flughafen
Der Aeroporto d'Abruzzo liegt wenige Kilometer vom Zentrum entfernt und ist per Taxi, Shuttle oder Stadtbus erreichbar.
Über Pescara

Reisen nach Pescara

Das Zentrum liegt nördlich des Flusses, mit dem Corso Umberto I als Einkaufsachse und dem Bahnhof dahinter; südlich davon hält sich der alte Borgo um den Corso Manthoné, mit dem Geburtshaus von Gabriele d'Annunzio und dem Volkskundemuseum der Region. Über die Mündung schwingt eine Brücke, die allein Rädern und Fußgängern gehört. Der Strand liegt nicht vor den Toren der Stadt, sondern mitten in ihr, und die Promenade davor ist die Bühne, auf der Pescara den Abend verbringt.

Reiseführer

Pescara von A bis Z

Aktualisiert Oktober 2026

Pescara ist nicht das Abruzzen aus dem Bildband. Keine Bergstadt auf einem Felssporn, sondern eine flache, junge Stadt an der Adria, durch die ein Fluss ins Meer läuft. Hinter ihr steigt das Land zu Gran Sasso und Maiella an, vor ihr liegt der Strand, und beides ist von der Stadt aus zu haben.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Pescara

Sechs Sehenswürdigkeiten listet travelperfect in Pescara, und sie verteilen sich auf zwei sehr verschiedene Städte. Die alte liegt südlich des Flusses mit zwei Museen nebeneinander, die neue am Wasser mit der Brücke über der Flussmündung. Zwischen den beiden am weitesten auseinanderliegenden Zielen misst die Luftlinie gut 1.280 Meter.

Die Reihenfolge ergibt sich fast von selbst, weil alles zu Fuß liegt. Vom Mittelpunkt der Stadt sind es gut 400 Meter Luftlinie zum Ponte del Mare, gut 600 zum Sandstrand der Riviera und gut 700 zum Aurum am Rand der Pineta. Die Cattedrale di San Cetteo liegt mit gut 380 Metern noch näher.

Im alten Teil der Stadt stehen die beiden Museen rund 130 Meter Luftlinie voneinander entfernt. Das eine ist das Geburtshaus von Gabriele d'Annunzio, das andere das Museo delle Genti d'Abruzzo über das bäuerliche und hirtische Abruzzen. Dazu kommen ein Bild des Barockmalers Guercino in der Kathedrale und das Aurum am Pinienwald.

Sehenswürdigkeiten in Pescara

Ponte del Mare

Der Ponte del Mare über der Mündung des Flusses

Pescara trägt sein Alter nicht zur Schau. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und danach neu gebaut, und ihr Wahrzeichen stammt entsprechend aus der Gegenwart. Es ist eine Brücke allein für Räder und Füße, genau dort, wo der Fluss ins Meer läuft.

Der Ponte del Mare ist eine Schrägseilbrücke mit einem geneigten Pylon, von dem die Seile den geschwungenen Steg halten. Oben geht der Blick flussaufwärts in die Stadt und flussabwärts auf die offene Adria.

Vor allem aber ist die Brücke eine Verbindung. Sie hängt die südliche Seite mit dem Pinienwald an die nördliche Strandpromenade an, und der Küstenradweg der Abruzzen führt über sie hinweg. Wer in Pescara ein Rad nimmt, fährt fast zwangsläufig einmal darüber — travelperfect führt die Tour als eigenes Angebot.

Pescara Vecchia

Pescara Vecchia und das Geburtshaus von Gabriele d'Annunzio

Südlich des Flusses liegt der älteste Teil Pescaras, ein kleines Raster niedriger Häuser um den Corso Manthoné. Tagsüber stehen hier zwei Museen, abends wird an derselben Straße gegessen und getrunken.

Gabriele d'Annunzio wurde in diesem Viertel geboren, und sein Geburtshaus ist heute ein Museum mit den Wohnräumen einer bürgerlichen Familie des 19. Jahrhunderts, dazu Handschriften und Erinnerungsstücke. Der Dichter ist bis heute die Bezugsfigur der Stadt — der Pinienwald am Meer und die Universität tragen seinen Namen.

Das Museo delle Genti d'Abruzzo nebenan sitzt in den Räumen des alten bourbonischen Gefängnisses und zeigt, wovon die Region vor dem Tourismus lebte. Wanderschäferei über die alten Triftwege, Wolle, Keramik, Hausarbeit. Wer von der Küste aus verstehen will, was hinter den Bergen liegt, fängt hier an.

Strand & Promenade

Der Stadtstrand und die Promenade von Pescara

Der Grund, warum die meisten nach Pescara kommen, liegt direkt vor der Stadt. Über zehn Kilometer Sand ohne Anfahrt, davor eine breite Promenade. Vom Mittelpunkt der Stadt sind es gut 600 Meter Luftlinie bis ans Wasser.

Die Riviera di Pescara ist ein durchgehender Sandstrand, flach abfallend und entsprechend familientauglich, dahinter eine breite Promenade mit Palmen, Radspur und Bänken. Der Sand ist in Abschnitte geteilt — Strandbäder mit Reihen von Schirmen wechseln sich mit frei zugänglichen Stücken ab.

Drei Aktivitäten listet travelperfect in Pescara, und alle drei spielen am Wasser. Einen Strandtag an der Riviera, eine Radtour über den Ponte del Mare und eine Bootstour entlang der Adriaküste, die unterwegs zum Baden hält.

Aktivitäten & Touren in Pescara

Essen & Trinken

Essen in Pescara von Brodetto bis Arrosticini

Die abruzzesische Küche kommt von zwei Seiten. Vom Meer der Fisch, aus den Bergen das Schaf. In Pescara treffen beide aufeinander, und die Stadt hat zusätzlich einen eigenen Kuchen hervorgebracht.

Das Gericht der Stadt ist der Brodetto alla pescarese, ein Fischtopf aus mehreren Sorten mit Tomate und süßem Paprika, der ohne Essig auskommt. Dazu gehören Maccheroni alla chitarra, die auf einem Rahmen mit Saiten geschnitten werden, und Arrosticini, kleine Spieße vom Hammel über schmaler Glut.

Süß endet es beim Parrozzo, einem Halbkugelkuchen aus Mandeln und Hartweizengrieß unter dunkler Schokolade, der aus Pescara stammt. Getrunken wird Montepulciano d'Abruzzo, der dunkle Rote der Region, oder ein weißer Pecorino aus denselben Hügeln. Fünf Adressen listet travelperfect in Pescara, darunter die Taverna 58 am Corso Manthoné, die auch der Michelin-Führer führt.

Restaurants in Pescara

Übernachten

Wo man in Pescara am besten wohnt

Sechs Häuser listet travelperfect in Pescara, und die Entscheidung dazwischen ist schnell getroffen. Vier stehen an der Riviera, zwei im Zentrum beim Bahnhof. Alle sechs liegen so, dass du von der Haustür aus losgehen kannst.

An der Strandpromenade stehen vier Häuser. Das Hotel Esplanade ist ein traditionsreiches Vier-Sterne-Haus direkt am Lungomare, das Victoria Hotel liegt zwischen Strand und Zentrum. Das Hotel Salus steht strandnah an der Riviera, das Hotel Maja weiter nördlich, mit eigenem Zugang zum Sand.

Im Zentrum beim Bahnhof liegen das Hotel Plaza und das Hotel Alba, beide nahe am Corso Umberto I. Vom Mittelpunkt der Stadt sind es zu beiden gut 320 Meter Luftlinie. Wer mit dem Zug kommt und die Stadt zu Fuß abläuft, wohnt dort richtig; wer wegen des Strands da ist, spart sich an der Riviera den täglichen Weg.

Hotels in Pescara

Alle 6 Hotels
Anreise & vor Ort

Anreise nach Pescara und unterwegs in der Stadt

Die Adriabahn hält hier, die Küstenautobahn führt an der Stadt vorbei, und der Flughafen der Region liegt am Stadtrand. Innerhalb der Stadt brauchst du von alledem nichts.

Der Bahnhof Pescara Centrale liegt an der Strecke entlang der Adria, über die Ancona und Bologna im Norden und Bari im Süden erreichbar sind; nach Rom führt die Verbindung quer durch den Apennin. Der Flughafen der Abruzzen liegt unmittelbar am Stadtrand und ist mit dem Bus an die Stadt angebunden.

In Pescara selbst brauchst du kein Auto. Die zwanzig Orte, die travelperfect hier listet, liegen alle innerhalb von 1.150 Metern Luftlinie um den Mittelpunkt der Stadt, der Boden ist flach, und über den Fluss führt die Brücke. Für die Strecke an der Küste entlang ist das Rad das bessere Verkehrsmittel.

Ausflüge

Ausflüge von Pescara an die Küste und in die Berge

Pescara ist ein brauchbares Standquartier für Ausflüge in zwei Richtungen. Nach Süden folgt eine Küste mit hölzernen Fischerstegen, nach Westen beginnen zwei Nationalparks.

Südlich der Stadt beginnt die Costa dei Trabocchi. Trabocchi sind Fischerkonstruktionen aus Holz, die auf Pfählen ins Meer gebaut sind und ihre Netze an langen Auslegern hinablassen; in einigen wird heute gekocht. Dazwischen liegen Orte wie Francavilla al Mare, Ortona und Vasto, alle an derselben Bahnstrecke.

Landeinwärts stehen die Nationalparks Gran Sasso und Maiella mit Hochflächen, Steindörfern auf den Kuppen und Wegen über der Baumgrenze. Aus dieser Richtung zeigt travelperfect L'Aquila, Sulmona und Santo Stefano di Sessanio. Ancona, Bologna und Bari liegen an derselben Bahnstrecke wie Pescara, Rom hinter dem Gebirge, Aosta und Cagliari sind eigene Reisen.

Praktische Tipps

Was man über Pescara wissen sollte

Pescara wird von vielen als Durchgangsstation behandelt, als Bahnhof auf dem Weg nach Süden oder als Flughafen vor dem Bergurlaub. Ein paar Dinge helfen dabei, mehr aus der Stadt zu machen.

Die Stadt hat zwei Gesichter, und sie liegen an verschiedenen Flussufern. Tagsüber spielt sich alles am Wasser und am Corso Umberto I ab, abends wandert es hinüber in den alten Borgo. Wer nur den Lungomare sieht, hält Pescara für einen reinen Badeort und lässt die andere Hälfte aus.

Nimm den Strand nicht als gegeben hin. Ein Teil des Sands gehört zu Strandbädern, ein anderer ist frei zugänglich, und beides liegt direkt nebeneinander. Und leih dir ein Rad. Die Küste ist flach, der Weg führt über die Brücke in beide Richtungen weiter, und zu Fuß dauert dieselbe Strecke deutlich länger.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Pescara – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Pescara mit Wetter im Jahreslauf

Pescaras Jahr hat eine klare Mitte. Der Hochsommer ist zugleich der heißeste und der trockenste Teil des Jahres, während der November bei milden Werten den meisten Regen aller zwölf Monate bringt.

Pescara hat ein mediterranes Küstenklima ohne große Sprünge. Zwischen dem kältesten und dem wärmsten Monat liegen neunzehn Grad, elf im Januar und dreißig im Juli. Wichtiger als die Temperatur ist hier der Regen, denn er verteilt sich ungleich über das Jahr — der Hochsommer ist die trockenste Zeit, der November die nasseste. Zum Baden passt Juni bis September, für die Stadt allein auch Mai und Oktober.

Das Wetterjahr

Juni und September sind die beiden Monate, in denen am wenigsten gegeneinander steht, warm genug für den Strand und ohne die Hitze des Hochsommers. Juli und August sind trocken und heiß, nachts bleibt es dann bei einundzwanzig Grad. Wer die Stadt ohne Strand ansehen will, nimmt Mai oder Oktober.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Pescara

Wie viele Tage sollte man für Pescara einplanen?
Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Tage, weil alles Gelistete zu Fuß beieinanderliegt. Wer Pescara als Basis für die Trabocchi-Küste und die Berge nutzt, bleibt besser drei bis vier Nächte.
Lohnt sich Pescara für einen Strandurlaub?
Ja, wenn dir ein Stadtstrand recht ist. Baden, Promenade und Abendessen liegen hier direkt nebeneinander, und es braucht keine Anfahrt dorthin. Ruhe und einsame Buchten findest du in Pescara dagegen nicht.
Was sollte man in Pescara gegessen haben?
Den Brodetto alla pescarese, den Fischtopf der Stadt, dazu Arrosticini vom Hammel und Maccheroni alla chitarra. Als Nachtisch den Parrozzo, den Schokoladenkuchen, der aus der Stadt stammt.
Wo wohnt man in Pescara am besten?
An der Riviera, wenn der Strand der Grund der Reise ist, und im Zentrum beim Bahnhof, wenn du mit dem Zug anreist oder weiterfährst. Beide Lagen sind zu Fuß miteinander verbunden.
Wann ist die beste Reisezeit für Pescara?
Juni und September. Beide sind warm genug fürs Wasser und bleiben unter den dreißig Grad des Juli. Der November fällt als nasseste Zeit des Jahres aus, der Winter ist mild, aber zum Baden zu kühl.
Kommt man in Pescara ohne Auto zurecht?
Ja. Der Bahnhof liegt zentral, die Stadt ist flach, und alles, was travelperfect hier führt, erreichst du zu Fuß oder mit dem Rad. Für die Ausflüge ins Gebirge ist ein Auto dagegen hilfreich.
1 weitere Frage
Was kann man von Pescara aus unternehmen?
Nach Süden die Costa dei Trabocchi mit ihren hölzernen Fischerstegen, nach Westen die Nationalparks Gran Sasso und Maiella. An der Adriabahn liegen außerdem Ancona im Norden und Bari im Süden.

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