
◆ STADT · KANAREN
An der windgepeitschten Nordspitze Fuerteventuras liegt Corralejo zwischen zwei Welten: hinter dem Ort türmen sich die größten Wanderdünen der Kanaren zu einer kleinen Sahara, davor schimmert das Atlantikwasser so türkis, dass man es kaum glaubt. Aus einem Fischernest am Muelle Chico ist das lebendigste Tourismuszentrum der Insel geworden – und doch riecht es in den Gassen der Altstadt morgens noch nach gegrilltem Fisch und Salz.

Corralejo beginnt klein, am Muelle Chico, dem alten Fischerkai. Hier, zwischen den beiden Molen, liegt eine winzige Bucht, und ringsum drängen sich die ursprünglichen Häuser des Ortes. Lange war das hier nur ein Anlegeplatz für Boote, ein Punkt auf der alten Handelsroute, an dem Männer mit dem Atlantik rangen. Noch heute trägt die Pfarrkirche an der Plaza la Iglesia den Namen Nuestra Señora del Carmen – die Schutzpatronin der Seeleute, der in jedem Juli die ganze Stadt huldigt.
Was Corralejo verwandelt hat, liegt direkt vor der Tür: El Jable, der Sand. Über rund zehn Kilometer ziehen sich die Dünen des 1982 unter Schutz gestellten Naturparks die Nordostküste entlang, ein wanderndes Meer aus hellem Muschelsand, das der beständige Passat Tag für Tag neu modelliert. Anders als anderswo entstand dieser Sand nicht aus zermahlenem Gestein, sondern aus zerriebenen Muscheln und Meeresorganismen – deshalb leuchtet er fast weiß gegen das schwarze Vulkangestein.
Heute ist Corralejo zweigeteilt und genau das macht seinen Reiz aus: der quirlige Kern mit Tapas-Bars, Surfshops und dem Trubel der Calle La Iglesia – und gleich daneben die stille, fast meditative Weite der Grandes Playas. Vom Hafen legen die Fähren ab, nach Lanzarote in einer halben Stunde, zur kleinen Insel Lobos in einer Viertelstunde. Man kommt für die Dünen und den Wind, und bleibt für die Mischung aus Wildnis und Lebensfreude.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel



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· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Natur & Weite
Vom Ortsrand führt der Weg in die wandernden Sande des Naturparks – eine Wüste am Meer, in der man barfuß durch hellen Muschelsand stapft. Wer Aussicht sucht, erklimmt die Montaña Roja, einen rötlichen Vulkankegel im Süden des Parks mit weitem Rundblick über Dünen, Atlantik und die Silhouette von Lobos.
Strand & Wind
Kilometerlange, blau beflaggte Strände mit feinem Goldsand und türkisem Wasser ziehen sich am Naturpark entlang. Am geschützten Flag Beach gegenüber Lobos finden Surfer, Windsurfer und Kiter ideale Bedingungen – Schulen und Verleih gibt es direkt vor Ort.
Hafen & Tafel
Rund um den alten Fischerkai und entlang der Calle La Iglesia reiht sich Lokal an Lokal. Hier kommen frischer Fisch vom Holzfeuer, papas arrugadas mit mojo verde und picón sowie der würzige Majorero-Ziegenkäse auf den Tisch – am besten mit Blick auf die Bucht und die Vulkaninsel Lobos.
Insel & Ausflug
Vom Hafen sind es nur Minuten zur winzigen Naturreserve Isla de Lobos mit kristallklaren Lagunen und einer einzigen Strandbar. Etwas weiter, eine halbe Stunde übers Wasser, lockt Lanzarote mit seinen Vulkanlandschaften – ein perfekter Tagesausflug ohne Auto.
03 · Wann
Corralejo liegt in einem subtropischen Wüstenklima: wenig Regen, viel Sonne und der ewige Passat, der die Hitze mildert. Die Unterschiede über das Jahr sind klein – entscheidend ist, ob man Wind zum Surfen oder Ruhe am Strand sucht. Gelegentlich legt sich für ein, zwei Tage der Calima über die Insel, ein heißer Saharawind mit feinem Wüstenstaub.
04 · Häufige Fragen
Corralejo liegt an der Nordspitze Fuerteventuras in der Gemeinde La Oliva, direkt am Naturpark Dunas de Corralejo. Vom Flughafen FUE sind es rund 40 km über die FV-3 und FV-1, eine Fahrt von etwa 35 bis 40 Minuten.
Der seit 1982 geschützte Park bewahrt die größten Wanderdünen der Kanaren – ein rund zehn Kilometer langes Meer aus hellem Muschelsand, das der Passat ständig neu formt. Der Eintritt ist frei; für die beste Aussicht lohnt der Aufstieg auf die Montaña Roja.
Vom Hafen Corralejos fahren regelmäßig Fähren: nach Lanzarote dauert die Überfahrt etwa 30 Minuten, zur kleinen Naturinsel Lobos rund 15 Minuten. Beide eignen sich hervorragend für einen Tagesausflug ohne eigenes Auto.
Ja, dank des beständigen Passats gehört der Norden zu den besten Spots der Insel. Der geschützte Flag Beach gegenüber Lobos bietet von etwa März bis September ideale Bedingungen, dazu Surfschulen und Verleih direkt am Strand.
Unbedingt frischen Fisch vom Holzfeuer, papas arrugadas (Runzelkartoffeln) mit mojo verde und mojo picón sowie den herzhaften Majorero-Ziegenkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Die besten Adressen finden sich rund um den alten Kai Muelle Chico und die Calle La Iglesia.
Corralejo ist ganzjährig mild und sonnig. Am wärmsten ist es von April bis Oktober; Sommer und Frühherbst bringen das beste Wetter zum Baden und Wassersport, während der Winter eine angenehme Sonnenflucht bietet.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Corralejo.
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