Der Markusplatz, italienisch Piazza San Marco, ist der grösste und bekannteste Platz Venedigs und der einzige, der in der Stadt offiziell als Piazza bezeichnet wird; alle anderen Plätze heissen Campo. Er bildet das repräsentative Zentrum der Stadt und war über Jahrhunderte der Ort für staatliche Zeremonien, Feste und das öffentliche Leben der Republik Venedig. Napoleon soll ihn als den schönsten Festsaal Europas bezeichnet haben, ein Ausspruch, der die geschlossene, festsaalartige Wirkung des von Arkaden umrahmten Platzes treffend beschreibt. Gesäumt wird der Platz von einigen der wichtigsten Bauwerke Venedigs. An der Ostseite steht die Basilica di San Marco mit ihren goldenen Mosaiken und Kuppeln, daneben erhebt sich der freistehende Campanile, der Glockenturm, dessen Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Stadt und die Lagune bietet. Die übrigen Seiten werden von den langen Arkadenbauten der Prokuratien eingefasst, in denen einst die Verwaltung der Republik untergebracht war und in denen heute Geschäfte und traditionsreiche Cafés liegen. Zum Platz gehört auch der angrenzende, zur Lagune hin offene Bereich, die Piazzetta, die von zwei Säulen mit den Wahrzeichen der Stadt, dem geflügelten Markuslöwen und dem heiligen Theodor, markiert wird. Von hier öffnet sich der Blick auf das Wasser und die Insel San Giorgio Maggiore gegenüber. Markant ist zudem der Torre dell'Orologio, der Uhrturm mit seinem astronomischen Zifferblatt am Zugang zur Einkaufsgasse Merceria. Der Platz selbst ist frei zugänglich und dient als zentraler Ausgangspunkt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter die Basilika und der benachbarte Dogenpalast. Weil er zu den am stärksten besuchten Orten Venedigs zählt, ist er tagsüber meist voll. Am frühen Morgen oder spät am Abend zeigt sich der Markusplatz von seiner ruhigeren Seite, dann ist auch die Wirkung der Architektur am stärksten. Bei Hochwasser, dem Acqua alta, kann der tief gelegene Platz zeitweise überflutet sein, was zu seinem Bild im Herbst und Winter gehört.
Besucher betreten einen grossen, von Arkaden umrahmten Platz, der von der Basilica di San Marco, dem Campanile und den Prokuratien gefasst wird. Zur Lagune hin öffnet sich die Piazzetta mit ihren beiden Säulen. Tagsüber ist der Platz belebt mit Reisenden, Tauben und Strassenmusik aus den Cafés. Vom Campanile reicht der Blick über die Dächer und die Lagune. Bei Hochwasser kann der tief gelegene Platz zeitweise überflutet sein.
Der Markusplatz entwickelte sich über Jahrhunderte zum repräsentativen Zentrum der Republik Venedig und war Schauplatz staatlicher Zeremonien, Feste und des öffentlichen Lebens. Die ihn umgebenden Prokuratien beherbergten die Verwaltung der Republik, während Basilika und Campanile das religiöse und symbolische Zentrum bildeten. Napoleon soll den Platz als den schönsten Festsaal Europas bezeichnet haben, ein Ausspruch, der seine geschlossene, festliche Wirkung bis heute prägt.
