Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lazise
Alles, was du dir in Lazise ansehen willst, liegt innerhalb des Mauerrings und damit in einem Umkreis von zehn Gehminuten um den alten Hafen.
Das Erste, was du siehst, ist die Mauer selbst. Lazise hat seinen mittelalterlichen Befestigungsring fast vollständig behalten – ein unregelmäßiger, dem Ufer folgender Mauerzug mit Türmen und drei Toren, durch die du zu Fuß in den Ortskern gehst, während der Verkehr draußen bleibt. Geschlossen ist der Ring nur landeinwärts; zum See hin öffnet er sich auf Hafenbecken und Promenade. An der Südseite schließt das Castello Scaligero an, die Burg aus der Zeit der Veroneser Scaliger mit Bergfried, Schwalbenschwanz-Zinnen und einem Park hinter den Mauern. Wichtig zu wissen, bevor du danach suchst: Die Burg ist in Privatbesitz und in der Regel nicht öffentlich zugänglich. Fotografieren lässt sie sich trotzdem gut, am besten vom Uferweg südlich des Hafens oder vom Wasser aus, wenn du mit dem Schiff einläufst.
Der zweite Fixpunkt ist das Hafenbecken, der Porto Vecchio, und mit ihm die Dogana Veneta. Der langgestreckte Bau nimmt eine komplette Seite des Hafens ein und war zur Zeit der Republik Venedig das Zollhaus für die Waren, die über den See gingen. In venezianischer Zeit diente die Halle zeitweise sogar als Werft, in der Galeeren gebaut wurden – ein Detail, das man dem nüchternen Bau von außen nicht ansieht. Heute gehört das Gebäude der Gemeinde und dient als Veranstaltungssaal für Konzerte, Ausstellungen und Märkte; ob offen ist, siehst du am einfachsten am Aushang neben dem Portal. Davor liegen ein paar bunt gestrichene Holzboote am Ring, und weil das Becken nach Westen offen ist, steht die Abendsonne genau darüber.
Direkt am Hafen steht die Chiesa di San Nicolò al Porto, eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, geweiht dem Schutzpatron der Schiffer und Fischer. Innen sind Reste mittelalterlicher Fresken erhalten, außen fällt vor allem der schlichte, gedrungene Bau auf, der sich neben dem Zollhaus fast versteckt. Von dort führen die Gassen landeinwärts zur Piazza Vittorio Emanuele mit den Arkaden, den Cafés und dem Wochenmarkt am Mittwochvormittag. Es lohnt sich, dabei bewusst von der Uferzeile wegzugehen: Zwei Querstraßen weiter hören die Souvenirläden auf, und es beginnt das ruhige Gassennetz, das den Ortskern eigentlich ausmacht.
Außerhalb der Mauern verteilen sich die übrigen Ziele auf die Ortsteile. Im Hügelland bei Colà liegt der Parco Termale del Garda rund um die Villa dei Cedri mit seinen Thermalseen und dem alten Baumbestand, im Süden bei Pacengo der Filmpark Movieland samt benachbartem Caneva Aquapark. Dazwischen zieht sich die Uferpromenade nach Norden Richtung Cisano und Bardolino, gesäumt von Liegewiesen und Kiesbuchten, und nach Süden bis Pacengo. Wer die Umgebung im Zusammenhang sehen will, fährt auf die Hügel über Colà hinauf – von dort liegt das ganze Südbecken des Sees vor dir, an klaren Tagen bis zur Halbinsel Sirmione.







































